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Sorge um Gesundheit des tschechischen Präsidenten

Die Tschechen sorgen sich um die Gesundheit ihres Präsidenten Milos Zeman. Erst kürzlich musste er mehrere Tage in einem Krankenhaus verbringen.

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Milos Zeman war vor zwei Wochen nach einem achttägigen Klinikaufenthalt aus dem Krankenhaus entlassen worden.
Milos Zeman war vor zwei Wochen nach einem achttägigen Klinikaufenthalt aus dem Krankenhaus entlassen worden. © Filip Singer/EPA/dpa

Prag. In Tschechien wächst die Sorge um den Gesundheitszustand des Präsidenten Milos Zeman. Der 77-Jährige werde seine Stimme bei der am Freitag beginnenden zweitägigen Parlamentswahl in seiner Residenz auf Schloss Lany bei Prag abgeben, teilte sein Sprecher am Donnerstag mit. Sein Arzt habe ihm empfohlen, sich zu schonen und seiner Bürgerpflicht diesmal nicht in einem Wahllokal in der Hauptstadt nachzukommen. Auch das übrige Arbeitsprogramm Zemans werde entsprechend angepasst.

Der Politiker war vor zwei Wochen nach einem achttägigen Klinikaufenthalt aus dem Krankenhaus entlassen worden. Ministerpräsident Andrej Babis sagte nun im Radiosender Impuls, er werde über den Gesundheitszustand des Präsidenten auf dem Laufenden gehalten. Dieser habe keinen Appetit und leide an einem Mangel an Nährstoffen. Medien spekulierten indes über eine schwerwiegende Erkrankung. Nach offiziellen Angaben leidet Zeman an Diabetes und einer Erkrankung des peripheren Nervensystems. Er nutzt bei öffentlichen Auftritten seit langem einen Rollstuhl.

Der Präsident spielt eine wichtige Rolle nach der Parlamentswahl: Er vergibt den Auftrag zur Regierungsbildung - traditionell an den Vorsitzenden der größten Parlamentspartei. Sollte der Präsident indisponiert sein, geht diese Aufgabe nach Einschätzung von Staatsrechtlern auf den Präsidenten des Abgeordnetenhauses über. (dpa)