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Verdacht auf russische Spionage im tschechischen Außenministerium

Ein Mitarbeiter des tschechischen Außenministeriums soll jahrelang bestochen worden sein, berichtet eine tschechische Zeitung. Nicht der erste Konflikt der beiden Staaten.

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Auf der Russischen Botschaft in Berlin weht eine Flagge der Russischen Föderation.
Auf der Russischen Botschaft in Berlin weht eine Flagge der Russischen Föderation. © dpa

Prag. Ein Mitarbeiter des tschechischen Außenministeriums soll jahrelang geheime Dokumente an Russland weitergegeben haben. Das berichtete die Zeitung "Denik N" am Donnerstagabend in ihrer Onlineausgabe unter Berufung auf Regierungschef Petr Fiala. Der tschechische Inlandsgeheimdienst BIS habe den Mann über einen langen Zeitraum beobachtet.

Der russische Auslandsgeheimdienst SWR habe seine "Schwäche für Frauen und Geld" ausgenutzt. Er sei inzwischen nicht mehr im Ministerium in Prag beschäftigt. Der Staatsbedienstete habe Zugang zu Dokumenten des höchsten Geheimhaltungsgrads gehabt, berichtete "Denik N" mit Verweis auf Diplomatenkreise.

Die Beziehungen zwischen dem Nato- und EU-Mitgliedstaat Tschechien und Russland sind seit langem äußerst angespannt. Tschechien hat die Ukraine nach eigenen Angaben gegen den russischen Aggressor seit Februar mit Waffenlieferungen im Wert von umgerechnet mehr als 160 Millionen Euro unterstützt.

Bereits im April 2021 beschuldigte die Regierung in Prag russische Geheimdienstoffiziere, für Explosionen in einem Munitionslager im Osten Tschechiens im Jahr 2014 verantwortlich zu sein. Der Kreml bestritt dies vehement. Beide Seiten wiesen gegenseitig Diplomaten aus. (dpa)