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Fotofallen bestätigen Wölfe im Isergebirge

Hinweise hat es schon länger gegeben. Nun gibt's auch Videoaufnahmen. Allerdings ist die Zukunft der Tiere in der Region Liberec bedroht.

Symbolbild
Symbolbild © Patrick Pleul/dpa

Immer wieder haben Freiwillige von der tschechischen Wolfspatrouille in den vergangenen zwei Jahren Hinweise auf Wolfsbewegungen im Isergebirge und in der Region Frýdlant (Friedland) gefunden. Doch erst Fotofallen haben den Nachweis gebracht, dass die Tiere in der Gegend tatsächlich heimisch geworden sind.

Ihre Gebiete erstrecken sich über die Grenzen Tschechiens hinaus bis nach Polen. In der Region Frýdlant konnten Wölfe bereits im Sommer 2019 bestätigt werden. Im Isergebirge fanden sich dieses Frühjahr Spuren. Im Oktober kamen die Tiere schließlich an Fotofallen vorbei, die entsprechende Aufnahmen machten. "Das Gebiet in der Region Liberec (Reichenberg) ist wegen Zahl der Wälder und der natürlichen Nahrung ein geeigneter Lebensraum für das Leben der Wölfe", sagt Kristýna Fridrichová gegenüber drbna.cz. Gebiete in Ralsko und im Lausitzer Gebirge würden beweisen, dass sich die Tiere seit längerer Zeit in der Gegend aufhielten, so die Koordinatorin für die Patrouillen in der Region Liberec.

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Allerdings sieht sie die Zukunft der Wölfe auch bedroht. "Durch illegale Wilderei und die zunehmende Zerstückelung der Landschaft." Und in der Region Liberec sowie der polnischen Grenze konnten in den vergangenen drei Jahren mehrere Wölfe gefunden werden, die Zusammenstöße mit Autos nicht überlebten.

Das Vorkommen von Wölfen im Norden der Region Liberec ist jedoch keine völlige Neuheit. Die ersten Berichte erschienen bereits vor sechs Jahren. Für Förster und Jäger sei die allmähliche Ausbreitung des Wolfes in der Region Liberec eine gute Nachricht. "Wölfe helfen, die Zahl der Wildtiere zu regulieren, die unsere Wälder erheblich schädigen", so Miroslav Kutal, Leiter von der "Hnuti Duha" (Regenbogen-Bewegung) und Fachmann für den Schutz größerer einheimischer Raubtiere.

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