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Gesundheit

Tschüß, Pillenchaos!

"Nehmen Sie Medikamente?" Mancher kann die Frage schnell beantworten, andere müssen eine Litanei herunterbeten. In solchen Fällen hilft ein Medikationsplan.

Bei mehr als zwei oder drei Medikamenten werden Neben- und Wechselwirkungen schnell unkalkulierbar.
Bei mehr als zwei oder drei Medikamenten werden Neben- und Wechselwirkungen schnell unkalkulierbar. © dpa-tmn/Franziska Gabbert

Bonn. Morgens eine Kapsel, mittags zwei Tabletten und abends noch den Arzneisaft: Da verlieren Patienten schnell den Überblick über Neben- und Wechselwirkungen. Wer mehr als drei rezeptpflichtige Medikamente für mehr als vier Wochen einnimmt, hat aber einen Anspruch auf einen Medikationsplan. Darauf weist die Bundesarbeitsgemeinschaft der Senioren-Organisationen (BAGSO) hin.

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In der Regel stellt der jeweilige Hausarzt den Medikationsplan zusammen, in manchen Fällen übernimmt dies auch ein Facharzt. Der Plan listet in einer übersichtlichen Tabelle zentrale Informationen zu allen Arzneimitteln auf, die ein Patient einnimmt. Das sollte unter anderem den jeweiligen Wirkstoff, die Arzneiform, die Menge, Hinweise zur Einnahmezeit und den Grund der Verschreibung umfassen.

Einen Muster-Medikationsplan gibt's im Netz

Mit diesen Informationen können Ärzte und Apotheker Neben- und Wechselwirkungen besser abschätzen und den Patienten darüber informieren. Auch in Notfällen kann der Medikationsplan dem behandelnden Arzt wichtige Aufschlüsse über bestehende Erkrankungen und die eingenommenen Medikamente geben.

Auf der Webseite medikationsplan-schafft-ueberblick.de können Interessierte einen Muster-Medikationsplan herunterladen. (dpa/tmn)