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Tschüss, Toni

Dynamo verliert den Kampf um Verteidiger Leistner, der zu Union Berlin wechselt. Dabei wollte der Verein diesen Spieler unbedingt halten.

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© Robert Michael

Von Sven Geisler

Stefan Böger muss seine erste Niederlage verkraften, bevor er seine Arbeit als Trainer bei Dynamo in Dresden richtig beginnt. Mit Toni Leistner verlässt ein Spieler die Schwarz-Gelben, den auch er unbedingt halten wollte: „Er ist mir besonders positiv aufgefallen durch seine Art, Fußball zu spielen, die ich sehr schätze, die wir in dieser Liga unbedingt brauchen werden.“

Aber Leistner bleibt nach dem Abstieg mit Dynamo weiter in Liga zwei. Der 23-Jährige unterschrieb gestern einen Dreijahresvertrag bei Union Berlin, der auch für die Bundesliga gilt. Worüber sich Unions neuer Trainer Norbert Düwel freut: „Mit Toni bekommen wir einen jungen, aggressiven und robusten Innenverteidiger.“

Leistner hat sich die Entscheidung nicht leichtgemacht: „Ich habe lange überlegt, tolle Angebote ausgeschlagen. Ich weiß, was ich trotz einiger Steine, die mir in den Weg gelegt wurden, diesem Verein zu verdanken habe. Aber die sportliche Herausforderung war das wichtigste Argument für Union. Dynamo wünsche ich den schnellstmöglichen Wiederaufstieg.“

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Vor vier Jahren war das Dresdner Talent vom Stadtnachbarn SC Borea zu Dynamo gewechselt, „weil ich hier die bessere Perspektive sah“, wie er begründete. Aber bei der SG blieb er lange außen vor, obwohl er nach dem Zweitliga-Aufstieg 2011 beim ersten Spiel in Cottbus sofort in der Startelf stand. Danach kam er jedoch in anderthalb Jahren nur noch auf drei Kurzeinsätze, war zur Rückrunde 2012/13 an den Halleschen FC in die 3. Liga ausgeliehen, wollte dort bleiben, musste aber zurück. Als ihn Trainer Peter Pacult zu Saisonbeginn vorführte, hatte er das Kapitel Dynamo gedanklich abgeschlossen, entwickelte sich aber unter Olaf Janßen zu einem Aufsteiger. Plötzlich bekam er die Wertschätzung, die ihm bis dahin verwehrt geblieben war – zu spät.

Ein Doppelinterview mit Toni Leistner und Robert Koch gibt’s im Magazin „Schwarz-Gelb“ der EditionSZ; dazu viele Fotos und Berichte auf 156 Seiten. Preis: 7,90 Euro.