merken

TBC-Tests dauern noch Wochen

Im Gesundheitssausschuss der Stadt ging es erneut um die Fälle an der Hoga-Schule. Kritik gab es an der Kommunikation.

© Sven Ellger

Dresden. 935 Untersuchungen, 54 positive Befunde und fünf erkrankte Personen. Das sind die nackten Zahlen zu den Tuberkulosefällen an der Hoga-Schule, die am Donnerstag vor mehr als 30 Zuschauern im Gesundheitsausschuss vorgestellt wurden. Dazu gehörte auch eine Chronologie des bisherigen Verwaltungshandelns – bei dem die zuständigen Stellen nach eigenen Angaben nach den Vorgaben des Infektionsschutzgesetzes vorgegangen seien – und ein Ausblick, wie es weitergeht.

Anzeige
Symbolbild Anzeige

Eine musikalische Reise nach Amerika

Mit dem New Century Orchestra San Francisco kommt eine gelungene Mischung aus Klassik, Gospel und Bewegendem in die Frauenkirche Dresden.

Denn das Thema wird die Beteiligten noch über Wochen beschäftigen. So sind bis zum 3. Januar alle Personen getestet worden, die bisher verhindert waren. Bis Mitte Januar folgen laut Robert Heilscher, Abteilungsleiter im Gesundheitsamt, die Schüler des Jahrgangs, die die Schule im Sommer verlassen hatten. In acht bis zwölf Wochen sollen dann alle Personen, deren Befunde negativ waren, erneut getestet werden. Die Untersuchungen nehmen weitere Zeit in Anspruch.

Neben Fragen zur Ansteckung, den Nebenwirkungen der vorsorglich behandelten Infizierten, aber noch nicht Erkrankten mit Antibiotika, sowie dem Zustand der Erkrankten, wollten die Ausschussmitglieder vor allem Eines wissen: Warum sind nicht alle Lehrer, Schüler und Eltern über den ersten Tuberkulosefall informiert worden? Laut Hoga-Geschäftsführerin Gudrun Lamm sei das jedoch passiert. Nachdem die Schule am 18. September informiert wurde, seien am 22. September die unmittelbar betroffenen Schüler und deren Eltern benachrichtigt worden. Drei Tage später sei dann der Schulrat beteiligt worden. Als verlässliche Daten vorlagen, habe man sich dann auch an die Öffentlichkeit gewandt, sagt der Leiter des Gesundheitsamts Jens Heimann.

Während Wolfgang Deppe (Grüne) kein Versagen erkennen konnte, weil sich die Behörden leitlinienkonform verhalten hätten, wurde von anderen Ausschussmitgliedern gefragt, ob die Richtlinien ausreichend seien. (SZ/bb)