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Tunnelbauer haben die Hälfte geschafft

Die Drewag treibt die Fernwärmetrasse nach Mickten voran. Anfang September kommt es für Dresdner Kraftfahrer ganz hart.

Am Einkaufszentrum Straßenbahnhof Mickten wird ein Fernwärmetunnel unter der Leipziger Straße hindurch gebaut. David Lungwitz prüft, ob das vorgegebene Gefälle beim Vortrieb stimmt.
Am Einkaufszentrum Straßenbahnhof Mickten wird ein Fernwärmetunnel unter der Leipziger Straße hindurch gebaut. David Lungwitz prüft, ob das vorgegebene Gefälle beim Vortrieb stimmt. © Sven Ellger

Dresden. Eine tiefe Baugrube klafft derzeit hinter den Bauzäunen an der Leipziger Straße in Dresden. Direkt vorm Straßenbahnhof Mickten treibt die Drewag seit vergangener Woche eine besondere Aktion voran. Auf 36 Metern Länge entsteht hier ein Fernwärmetunnel. Große Teile von Pieschen sind schon ans zentrale Netz angeschlossen. In den vergangenen Monaten wurde die Fernwärmetrasse auf der Wurzener Straße verlegt. Doch die soll bis Mickten verlängert werden. Nötig ist das unter anderem, da südlich des Elbeparks 2.000 neue Wohnungen entstehen.

Damit der Verkehr auf der Leipziger Straße komplett aufrechterhalten werden kann, wird direkt vorm Straßenbahnhof die Trasse tief unter der Fahrbahn hindurchführen. Parallel dazu verlegen Leitungsbauer eine neue 110-Kilovolt-Hochspannungstrasse. Seit Juni wird am gegenüberliegenden Autobahnzubringer gearbeitet. Auf der Lommatzscher Straße verlegen Leitungsbauer die neue Fernwärmetrasse. Deshalb ist eine Seite bis zur Franz-Lehmann-Straße gesperrt. Allerdings bleibt die nördliche Hälfte als Schlupfloch für den Verkehr, der hier von Zusatzampeln geregelt wird.

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Ein Blick in die Baugrube. Zu sehen sind die Hydraulikpresse und das Rohr. Ist der Tunnel fertig, werden dort zwei Fernwärmeleitungen eingebaut.
Ein Blick in die Baugrube. Zu sehen sind die Hydraulikpresse und das Rohr. Ist der Tunnel fertig, werden dort zwei Fernwärmeleitungen eingebaut. © Sven Ellger

Die Tunnelbauer sind gut voran gekommen. „Wir haben schon die Hälfte geschafft“, sagt Bauüberwacher Alexander Schneider von der Drewag Netz. Der Rohrtunnel ist jetzt schon 18 Meter lang. Die gewaltige Hydraulikpresse drückt jeweils ein sechs Meter langes und 1,2 Meter hohes Rohr in den Untergrund. Ist das geschafft, wird es mit dem folgenden Rohr verschweißt. „Allein das Schweißen dauert einen Tag“, erklärt er. Jetzt sind schon drei Rohrabschnitte in den Boden tief unter der Leipziger Straße gedrückt. „Nächste Woche wollen wir durch sein“, kündigt der Bauüberwacher an. Dann wird das Rohr in der sogenannten Zielgrube an der Wurzener Straße angekommen sein.

In den Leitungstunnel kommen die beiden neuen Fernwärmerohre. Danach werden noch die Anschlüsse zu den bereits verlegten Rohren hergestellt. Vorm Ex-Straßenbahnhof wird zudem ein unterirdisches Fernwärme-Bauwerk errichtet. So können in diesem Abschnitte des Netzes für nötige Instandsetzungen oder Reparaturen abgeschaltet werden. Sind die Baugruben verfüllt, kann Anfang September die Wurzener Straße wieder freigegeben werden, da die Arbeiten dort dann abgeschlossen sind. Doch auf der Lommatzscher Straße kommt es dann ganz hart.

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