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Turbo-Baby unterm Weihnachtsbaum

Fast wäre Fabienne auf der Autobahn zur Welt gekommen. Jetzt wird sie sechs Wochen alt. Autos mag sie immer noch.

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© privat

Von Dominique Bielmeier

Ronny Jäschke ist überzeugt: Das Faible für schnelle Autos muss seine kleine Tochter von ihm haben. Vor allem für eine Marke – BMW. Denn wenn Fabienne daheim mal nicht zur Ruhe kommen will, packen der 36-Jährige und seine Lebensgefährtin Antje Sommer das Kind kurzerhand in den 3er-BMW und fahren mit ihm ein wenig herum. „Dann schläft sie ein und ist ganz lieb“, erzählt der Vater der Kleinen.

Vielleicht kommt Fabiennes besondere Beziehung zu Autos aber auch davon, dass ihre Geschichte um ein Haar in einem begonnen hätte. Nämlich in dem ihres Vaters. Denn sie war selbst richtig schnell unterwegs. Nur die Polizei konnte verhindern, dass Fabienne auf der A13 geboren wird.

Dort war Ronny Jäschke nämlich vor sechs Wochen unterwegs – mit 120 Stundenkilometern in einer 60er-Zone und der hochschwangeren Freundin neben sich. Um ein Uhr nachts hatten die Wehen bei der 32-Jährigen eingesetzt, das Krankenhaus Dresden-Neustadt ist jedoch fast 20 Kilometer vom Wohnsitz der Familie in Radeburg entfernt. Vater Ronny muss also etwas aufs Gas treten.

Seine Raserei bleibt aber nicht lange unbemerkt. Ausgerechnet jetzt gerät er in eine Polizeikontrolle. Doch als die Beamten die Lage erkennen, zögern sie nicht lange: Mit 220 Stundenkilometern eskortieren sie die werdenden Eltern kurzerhand ins Krankenhaus. Dort kommt Fabienne schließlich zur Welt – nur 53 Minuten, nachdem die Wehen bei ihrer Mama eingesetzt hatten, als echtes Turbo-Baby.

Noch Wochen nach der rasanten Fahrt wird Jäschke von Arbeitskollegen und Bekannten auf die Geburt seiner kleinen Tochter angesprochen. Denn die ungewöhnliche Geschichte machte die Runde durch die Medien und wurde sogar zum Hit auf Facebook. Fabienne soll davon erfahren, sobald sie alt genug ist, es zu verstehen. Genügend Zeitungsausschnitte konnte ihr Vater inzwischen dazu sammeln.

Heute feiert Fabienne nicht nur ihr erstes Weihnachtsfest, sondern wird auch schon sechs Wochen alt. „Sie entwickelt sich prima und hält uns nach wie vor auf Trab“, erzählt ihr Papa. Wie zur Bestätigung weint das Kind, und Jäschke muss seine Freundin schnell beim Trösten ablösen.

Bald darf die kleine Fabienne sogar ein eigenes Auto fahren. Denn zu ihrem ersten Geburtstag will ihr Papa Ronny Jäschke ein Bobbycar schenken. Natürlich von der Lieblingsmarke der beiden: BMW.