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Turnerin kassiert 38 800 Euro

Elisabeth Seitz gewinnt den Weltcup und profitiert vom Verzicht einiger Gegnerinnen.

© dpa

Elisabeth Seitz lud die deutsche Delegation erst mal auf einen Sieger-Drink ein. Die Mehrkampf-Rekordmeisterin nutzte beim Weltcup-Finale in Tokio ihre Chance und sicherte sich als Fünfte den Gesamterfolg und 38 800 Euro als Prämie. „Ich freue mich besonders über diesen Gesamtsieg, weil so viel Geld bei uns im Turnen keine Selbstverständlichkeit ist“, betonte die Stuttgarterin. Sie gewann diesen Wettbewerb zum zweiten Mal nach 2013 und trat die Nachfolge ihrer Trainingsgefährtin Tabea Alt an, die 2017 siegte. Seitz wusste, was ihr der Erfolg wert war. „Jetzt schmeiße ich auf jeden Fall eine Runde“, erklärte die Lehramtsstudentin. Die Olympia-Vierte und EM-Dritte glänzte besonders an ihrem Spezialgerät Stufenbarren mit dem Tageshöchstwert von 14,633 Punkten.

Sie profitierte davon, dass die bis dahin führende Russin Angelina Melnikowa in Japan nicht teilnahm. „Das ist mir völlig unklar“, sagte die deutsche Cheftrainerin Ulla Koch. „Sie startet bei einem Wettkampf in Jeselo. Da hätte sie auch in Tokio die Prämie mitnehmen können. Andere Verbände haben da offenbar eine andere Strategie. Aber man sollte daran denken, dass Athleten ein bisschen Geld für die Zukunft zurücklegen könnten.“ Auch die US-Amerikanerin Morgan Hurd, die zum Auftakt in Chicago gewonnen hatte, sammelte in der Serie keine Punkte mehr. (dpa)

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