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Turnhalle bald wieder nutzbar

Beim Sturm Friederike war ein Baum auf das Gebäude gestürzt. Auch die Straße durch die Heide ist wieder frei.

© Thorsten Eckert

Von Thomas Drendel

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Langebrück. Die Turnhalle in Langebrück kann voraussichtlich ab nächste Woche wieder genutzt werden. Das teilt Ortsvorsteher Christian Hartmann (CDU) mit. Statiker haben das Gebäude am Wiesenweg untersucht und keinen größeren Schaden festgestellt. „Es müssen keine größeren Reparaturen erledigt werden. Eine Gefahr für Sportler besteht nicht“, sagte er. Am vergangenen Donnerstag war beim Sturm Friederike ein Baum auf das Haus gefallen. Danach wurde die Halle vorsorglich gesperrt. Sowohl die Schüler der benachbarten Grundschule als auch Vereine konnten sie seitdem nicht mehr nutzen.

Entwarnung gab es auch auf der Ullersdorf-Langebrücker Straße am Ortsausgang von Langebrück. Die Verbindung war nach dem Sturm gesperrt worden, da Bäume auf die Fahrbahn zu stürzen drohten. Jetzt wurde die Gefahrenstelle am Ortsausgang von Langebrück beseitigt. Weshalb es im Gegensatz zu anderen Straßensperrungen so lange dauerte, bis die Verbindung wieder freigegeben werden kann, hatte mehrere Gründe. So musste zunächst der Verwalter des betroffenen Flurstücks ermittelt werden, dann entpuppte sich der Sturmschaden als besonders kompliziert. Nach Angaben von Heiko Müller, Leiter des Staatsforstbetriebes, hatten sich zwei Fichten miteinander verhakt.

Die Stadtverwaltung warnt noch immer vor dem Betreten der Wälder. Zahlreiche Bäume sind umgeknickt, Äste drohen herabzustürzen. Zudem sind Firmen indem Bereich ausgebucht. Derzeit ist die Stadt dabei, die Schadensmeldungen nach dem Sturm Friederike aufzuarbeiten. Heiko Müller hatte kurz nach dem Sturm mit mehreren 10 000 Festmetern Sturmholz gerechnet. Zum Vergleich: Planmäßig werden in der Heide jährlich rund 30 000 Festmeter eingeschlagen. Schon Sturm „Herwart“ hatte Ende Oktober bis zu 8 000 Kubikmeter Schadholz beschert. Etwa 2 500 Festmeter der Herbst-Schäden waren bisher aufgearbeitet, das Wetter mit regelmäßigem Dauerregen machte es den Forstleuten unmöglich, mit der notwendigen schweren Technik in den Wald zu fahren.

Im Fall der Langebrücker Turnhalle ist in den nächsten Jahren eine komplette Erneuerung geplant. Das Gebäude soll durch einen Neubau ersetzt werden. Sie wird zwei Felder haben und rund 5,5 Millionen Euro kosten. Darauf hatten sich Stadtverwaltung und der Langebrücker Ortschaftsrat geeinigt. Das Geld für Planung und Bau kommt aus drei Töpfen. 250 000 Euro sind allein für die Planung veranschlagt. Schulverwaltungsamt und Sportstättenbetrieb werden jeweils 75000 Euro bereitstellen. Die restlichen 100 000 Euro muss Langebrück aus eigener Tasche beisteuern. Die Ortschaft hatte bereits angekündigt, über die nächsten Jahre Rücklagen zu bilden und dann Geld für die Planungen und für den Bau beizusteuern. Bei den Verhandlungen zum Dresdner Doppelhaushalt 2019/20 sollen dann die Mittel für den Bau beantragt werden. Zunächst sollten in Langebrück zwei kleine Hallen entstehen. Eine hatte der Städtische Sportstättenbetrieb vorgesehen. Die Einfeldturnhalle war vor allem für Vereine gedacht. Sie sollte als Ersatz für das Gebäude an der Dresdner Straße neben dem Hotel Lindenhof entstehen.