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Udo kommt auf die Augustusburg

Der Panikrocker zeigt seine Kunst und gibt ein Konzert. Dazu reisen die größten Lindenberg-Fans an.

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Von Brigitte Pfüller

Udo Lindenberg ist ab 17. August auf Schloss Augustusburg. An dem Tag wird der Panikrocker sogar selbst da sein und ein Konzert in der Schlosskirche geben. Anlass dafür ist die Exposition „Udo. Die Ausstellung“, die am selben Tag ihre Türen öffnet. „Bei Konzert und Vernissage werden nur geladene Gäste dabei sein können“, erklärt Uwe Meinig, Leiter Museen der Augustusburg/Scharfenstein und Lichtenwalde Schlossbetriebe gGmbH. „Wir werden deshalb das Konzert direkt in den Schlosshof übertragen.“

Dazu werde ähnlich wie beim Public Viewing eine riesige Leinwand aufgestellt. „Udo ist bei uns hier in der Region sehr beliebt“, so Meinig. Denn obwohl es nur Stehplätze gebe, seien die rund 2000 Karten in nur wenigen Stunden ausverkauft gewesen. Falls es regne, werde die Übertragung trotzdem stattfinden. „Dann müssen sich die Gäste Regencapes oder Schirme mitbringen.“ Für alle Lindenberg-Fans, die keine Konzert-Karten ergattern konnten, bleibt es in den kommenden Monaten trotzdem spannend auf Augustusburg. Denn die multimediale Udo-Schau bleibt bis zum 11. November in Mittelsachsen.

Sie gewährt mit mehr als 500 Exponaten einen umfassenden Einblick in das Lebenswerk des Rockpoeten. Gezeigt werden Fotos, Filme, Originaldokumente und Gemälde. Darunter sind auch die berühmten „Likörelle“. Als „Likörelle“ werden jene Bilder bezeichnet, die Udo Lindenberg nicht mit üblichen Farben, sondern mit Eierlikör, Blue Curacao oder Peppermint Green gemalt hat. Außerdem wird natürlich auch Musik von Udo zu hören sein, der in der ehemaligen DDR vor allem mit seinem „Sonderzug nach Pankow“ bekannt wurde.

„Wir kommen im August nach Augustusburg. Das ist die dritte Station der Wanderschau“, bestätigt der Hamburger Künstler Manfred Besser, der zugleich Kurator der Ausstellung und ein enger Freund von Lindenberg ist. Zuvor war die Exposition 2011 auf Schloss Neuhardenberg in Brandenburg und bis vor wenigen Tagen im Hamburger Museum für Kunst und Gewerbe zu sehen. In der Hansestadt waren mehr als 70 000 Besucher in das Kunst-Leben der deutschen Rock-Legende eingetaucht.

„Am Montag beginnen wir mit dem Aufbau“, kündigte Besser an. Auf die Frage, warum gerade Augustusburg ausgewählt wurde, antwortete der Kurator, dass beispielsweise in Chemnitz auf die Schnelle keine passenden Räumlichkeiten zu finden gewesen wären. „Wir hätten gern in den Städtischen Kunstsammlungen ausgestellt. Aber wir wollten keine Wartezeit von zwei bis drei Jahren.“ Außerdem gebe es in der Nähe von Augustusburg große Lindenberg-Fans, die man treffen wolle.

Von der Stadt und dem Renaissanceschloss ist Manfred Besser – er war im Mai das erste Mal hier –- absolut begeistert. „Eine reizvolles Bauwerk in reizvoller Umgebung.“ Zugleich passten die Ausstellungsräume perfekt zu den Themen der Schau. „Wir haben 14 Räume mit 14 Themen.“ Die Räume bieten eine Ausstellungsfläche von rund 650 Quadratmetern und sie befinden sich im Sommerhaus und im Nordflügel. Insgesamt rechnet Augustusburg mit 30000 Besuchern.