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Über 20 Hinweise und Bedenken

Der neue Flächennutzungsplan legt fest, was künftig wo in Heidenau neu gebaut werden darf. Bürger nutzten die Chance, mitzureden.

© dpa

Heidenau. Die Großsedlitzer nutzten ihre Chance und gaben am Montag ihre Bedenken zum Entwurf des neuen Heidenauer Flächennutzungsplans im Rathaus ab – insbesondere zum Industriepark Oberelbe.

Bis der Heidenauer Plan durch alle Instanzen ist, dauert es voraussichtlich bis Anfang 2020. Bis dahin haben die Bürger noch einmal die Gelegenheit, ihre Meinung dazu zu äußern. Über 20 Schreiben sind bei der jetzt zu Ende gegangenen ersten öffentlichen Beteiligungsrunde eingegangen. Unter dem Einwand der Großsedlitzer Bürgerinitiative stehen 270 Unterschriften, darunter auch einige von Dohnaer Bürgern. Sie alle haben unter anderem bauliche und naturschutzrechtliche Bedenken hinsichtlich des geplanten 140 Hektar großen Gewerbegebietes, das sich unmittelbar an Großsedlitz anschließt.

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Auch die Behörden müssen sich zu den Heidenauer Plänen äußern. Die Ämter haben bis 20. April Zeit, sagt Marion Franz, die stellvertretende Bürgermeisterin. Insgesamt 45 sogenannte Träger öffentlicher Belange sind aufgefordert, sich zum Planentwurf zu positionieren. All die Stellungnahmen werden dann ausgewertet. Voraussichtlich im August beschäftigen sich die Ausschüsse und der Stadtrat damit. Sie müssen bei jedem einzelnen Einwand abwägen, ob er im Flächennutzungsplan beachtet wird oder nicht.

Danach fängt das Prozedere von vorn an. Das heißt, der Entwurf des Flächennutzungsplanes kann noch einmal öffentlich eingesehen werden. Dann haben auch die Großsedlitzer und alle anderen ein zweites Mal die Chance, sich zu äußern. So wird es wohl Januar 2019, bis der Stadtrat den Entwurf beschließt. Wieder folgen Fristen für Einwände, Stellungnahmen. Wenn alles gut läuft, soll der Flächennutzungsplan 2020 beschlossen werden.

Bis dahin sollen die Heidenauer neben den gesetzlichen Mitsprachemöglichkeiten zusätzlich informiert werden, sagt Marion Franz. Die Informationsveranstaltung zum Flächennutzungsplan im März war nur mäßig besucht. Die Stadt überlege nun, wie sie die Heidenauer noch anders einbeziehen kann.