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Leipzig

Überraschung bei Elefanten-Obduktion 

Am Dienstag starb Elefantendame Thura im Zoo Leipzig. Bei der Suche nach der Todesursache machten die Ärzte eine unerwartete Entdeckung.

Elefantendame Thura war mit Zwillingen trächtig - bei Elefanten ist so etwas extrem selten.
Elefantendame Thura war mit Zwillingen trächtig - bei Elefanten ist so etwas extrem selten. © Jan Woitas/dpa

Nach dem Tod von Elefantenkuh Thura aus dem Leipziger Zoo hat die Obduktion einen seltenen Befund ergeben. Nach Angaben des Zoos vom Freitag entdeckten Tierärzte im Bauchraum von Thura neben dem erwarteten Jungtier ein zweites. „Zwillingsgeburten bei Elefanten sind extrem selten und uns ist kein Fall bekannt, bei dem Mutter und Jungtiere überlebt haben“, sagt Zoodirektor Prof. Jörg Junhold. 

„Beide Kälber waren normal entwickelt und relativ gut erhalten. Allerdings hat eine Ruptur der Gebärmutter zu Entzündungserscheinungen in Thuras Bauchhöhle geführt.“ Die 45 Jahre alte Asiatische Elefantenkuh sei letztlich aufgrund eines Kreislaufversagens gestorben, so Junhold.

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Vor vier Jahren hatte Thura aus bislang unbekannter Ursache eine Geburtssituation unterbrochen, der Nachwuchs kam nie zur Welt. Dies kommt bei Elefanten selten vor, aber sie sind im Stande, die Geburt zu unterbrechen – und im Idealfall innerhalb von 24 Stunden fortzusetzen. Thura gelang das nicht und ein operatives Eingreifen ist bei Elefanten nicht möglich. 

Entgegen aller wissenschaftlichen Erkenntnisse wurde sie trotz des im Körper verbliebenen Nachwuchses im Jahr 2018 erneut trächtig, so dass zu ihrem Schutz die Trächtigkeit unterbrochen werden musste. Auch der nun zutage getretene extrem seltene Befund mit den Zwillingen wird entsprechend wissenschaftlich ausgewertet und aufbereitet. (SZ)