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Pirna

Überraschung für Pirnaer Künstler

Zum Tag der Kunst verwandelten sich leer stehende Läden in Pirna in Ateliers. Eine Idee, die auch in anderen Städten funktioniert.

Sachsens Kunstministerin Dr. Eva-Maria Stange (r.) besucht den Tag der Kunst in Pirna, hier inmitten der Kunst im Foyer des Pirnaer Rathauses. © Daniel Förster

Viele Gäste und Pirnaer schlenderten am Wochenende durch die bunte Innenstadt. Denn sonst verschlossene und leerstehende Läden und Geschäfte hatten ihre Tore weit geöffnet. Unter dem Motto „Kind & Kegel“ wurden bei der 19. Auflage des Tages der Kunst Gemälde, Skulpturen, Grafiken, Fotografien und Keramiken ausgestellt. Dafür wurden die sonst so trist wirkenden Räume von den Künstlern selbst wiederbelebt. Mehr als 80 regionale Kunstschaffende verwandelten die verwaisten Läden in 30 Ateliers und stellten ihre Kunstwerke aus. Daneben konnten Besucher beim Bummeln die Schaufenstergalerien in 40 Geschäften sowie eine Freiluft-Straßengalerie mit 24 Künstlern bewundern.

Zur Eröffnung am Sonnabendvormittag war auch Sachsens Staatsministerin für Wissenschaft und Kunst, Eva-Maria Stange (SPD) im Uniwerk. Sie hatte eine Überraschung dabei: einen Scheck in Höhe von 3.000 Euro für den Kunstverein Sächsische Schweiz. Das Geld nahm Brigitta M. Arnold vom Verein entgegen. Damit soll die zweitägige Ausstellung unterstützt werden. Der Freistaat stellt insgesamt 200.000 Euro im Rahmen des sogenannten Kleinprojekteprogrammes in ganz Sachsen zur Verfügung. „Es soll künftig keine Frage des Geldes mehr sein, ob in Sachsen eine Ausstellung, Lesung, ein Musikfest oder Ähnliches stattfinden kann“, sagte Stange. Kunst und Kultur seien in allen Orten wichtig, für die Lebensqualität und fördere den Zusammenhalt. Kommunen, betonte die Ministerin, fänden in diesem Programm keine finanzielle Unterstützung. Es sei ausschließlich für Künstler im ländlichen Raum bestimmt. Gefördert werden Projekte mit maximal 5.000 Euro, welche sonst in keinem Programm Beachtung finden. In Ausnahmefällen ist auch eine Förderung bis zu 10.000 Euro möglich. Von den Künstlern und künstlerisch tätigen Vereinen wird der neue Kleinprojekt-Fonds offenbar sehr gut angenommen. „Wir werden in den kommenden drei bis vier Wochen alle bewilligten Summen auszahlen“, kündigt Eva-Maria Stange an.

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Im grünen Herzen des waldreichen Landschaftsschutzgebietes Oberlausitzer Bergland sprudelt ein ganz besonderer Schatz: Oppacher Mineralwasser, das überall dort zu Hause ist, wo Menschen ihre Heimat genießen.

Eine Art Tag der Kunst wie in Pirna könne sie sich auch in anderen Regionen Sachsens vorstellen: „Leere Räume und Läden gibt es überall, vor allem im ländlichen Raum. Dort könnten zum Beispiel Jugendliche künstlerisch tägig sein. Möglicherweise mithilfe eines Sozialarbeiters“, schlägt sie vor. Während des Tages der Kunst in Pirna war am Sonntag auch das große Wimmelbild des Cartoon-Künstlers Axel Bierwolf ausgestellt, welcher gemeinsam mit den Gästen zeichnete. Das drei mal zwei Meter große Wimmelbild ist Canalettos Pirnaer Marktplatz-Ansicht nachempfunden und zeigt mit einem Augenzwinkern Szenen aus dem heutigen Stadtleben. Auf dem Pirnaer Marktplatz gab es außerdem künstlerische Mitmachangebote für die ganze Familie, zum Beispiel ein Riesenpuzzle, Lesungen und einen Malwettbewerb. Auch der Maler und Grafiker Hernando Leon hat seine Ausstellung in der Plangasse 17 wieder eröffnet und ist nun dauerhaft aus Spanien zurückgekehrt.

Sie wollen noch besser informiert sein? Schauen Sie doch mal auf www.sächsische.de/ort/pirna und www.sächsische.de/sebnitz vorbei.

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