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Überspannungen lösen zahlreiche Alarmanlagen aus

Chemnitz/Zwickau. Gewitter und Platzregen haben am Dienstagabend in vielen Regionen Sachsens Keller und Straßen überschwemmt. Mehrere Blitze lösten laut Polizei Brände aus. Im Erzgebirge gab es Schlammlawinen.

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Chemnitz/Zwickau. Gewitter und Platzregen haben am Dienstagabend in vielen Regionen Sachsens Keller und Straßen überschwemmt. Mehrere Blitze lösten laut Polizei Brände aus. Im Erzgebirge gab es Schlammlawinen. In Chemnitz wurde ein Fußgänger schwer verletzt, als er bei extremem Starkregen von einem Auto angefahren wurde. Der 29-Jährige hatte sich zum Schutz vor dem Regen seine Jacke über den Kopf gezogen und deswegen laut Polizei den Wagen nicht bemerkt.

Vielerorts kam es zu Verkehrsbehinderungen. Zahlreiche Straßen seien nicht befahrbar gewesen, teilte die Polizei gestern mit. Bis in die Morgenstunden war die Anschlussstelle Schönborn der Autobahn 13 (Dresden–Berlin) wegen Überspülung unpassierbar. Im Landkreis Freiberg habe die Straße zwischen Nassau und Rechenberg-Bienenmühle für Stunden voll gesperrt werden müssen, da der Schlamm fast einen Meter hoch auf der Fahrbahn lag. Auch die Bundesstraße 171 im Bereich Olbernhau war auf einer Länge von etwa 60 Metern „völlig verschlammt“.

Blitze in Bahnschranken

Die Landkreise Mittleres Erzgebirge, Annaberg und Freiberg seien besonders betroffen gewesen. Überspannungen führten zu zahlreichen Ampelausfällen, in Firmen und Banken wurden Alarmanlagen ausgelöst. Durch Blitzeinschläge schlossen sich Bahnschrankenanlagen. Auch das Polizeirevier Annaberg wurde den Angaben zufolge von einem Blitz getroffen. In der Folge fiel dort die Telefonanlage aus.

In Krauschwitz (Niederschlesischer Oberlausitzkreis) brannte eine Scheune nach einem Blitzeinschlag aus. Ein Übergreifen der Flammen auf einen angrenzendes Wohngebäude konnte die Feuerwehr jedoch verhindern.

In Zwickau traf ein Blitz eine 30Meter hohe Esche in der Innenstadt, ein anderer Baum wurde vom Sturm stark beschädigt. Am Abend sei die Feuerwehr innerhalb von drei Stunden zu 44 Einsätzen in der Stadt ausgerückt. (dpa)