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Sachsen sagt der Ukraine Hilfe zu

Nach der Invasion Russlands in der Ukraine bereitet sich der Freistaat auf die Aufnahme von Flüchtlingen vor.

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Auch in Sachsen protestieren viele Menschen gegen den Krieg in der Ukraine - wie diese beiden Teilnehmerinnen einer großen Demonstration in Dresden am Sonntag.
Auch in Sachsen protestieren viele Menschen gegen den Krieg in der Ukraine - wie diese beiden Teilnehmerinnen einer großen Demonstration in Dresden am Sonntag. © dpa/Daniel Schäfer

Dresden. Sachsen hat der Ukraine nach dem Angriff durch Russland Hilfe zugesagt. "Dieser Krieg lässt uns überhaupt nicht kalt", sagte Ministerpräsident Michael Kretschmer (CDU) am Montag in einem Interview mit dem Nachrichtenradio "MDR aktuell".

Die Ukraine sei nur 750 bis 800 Kilometer von Sachsen entfernt: "Wir müssen hier helfen, wir sind hier gefordert." Man bereite die Aufnahme von Flüchtlingen vor. Man werde dafür einen eigenen Stab einrichten, der das gemeinsam mit der kommunalen Ebene koordiniert. Die Menschen in der Ukraine seien in größter Not.

Auch die SPD rief zu Solidarität mit der Ukraine auf. Man werde weiterhin der humanitären Verantwortung gerecht und werde Geflüchtete in Deutschland und in Sachsen aufnehmen, teilte die Parteispitze mit den Vorsitzenden Kathrin Michel und Henning Homann mit: "Europa und Deutschland sind stark und entschlossen, die Folgen des Krieges zu meistern."

Die Opfer des Krieges von Russlands Präsident Wladimir Putin seien die Menschen in der Ukraine. "Ihnen gilt unsere Solidarität. Es ist richtig, dass Deutschland und Europa alle Möglichkeiten nutzen, um die Ukraine zu unterstützen und ein Übergreifen des Krieges auf weitere Staaten zu verhindern."

Die AfD verknüpfte ihr Ja zur Aufnahme von Flüchtlingen aus der Ukraine mit der Forderung, abgelehnte Asylbewerber aus anderen Ländern abzuschieben. Nur dann gebe es ausreichend Kapazitäten zur Aufnahme, argumentierte Fraktions- und Parteichef Jörg Urban. Es sei eine Pflicht, Menschen aus der Ukraine zu helfen, "weil sich der Ukraine-Krieg leider direkt vor unserer europäischen Haustür abspielt". (dpa)