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Ulbig trifft Pegida-Chefin Oertel

Dresden. Innenminister Markus Ulbig hat Pegida aufgefordert, die Dialogangebote der Landesregierung zu nutzen. Nach einem Gespräch mit Pegida-Mitbegründerin Kathrin Oertel und Vorstandsmitglied Achim Exner sagte der CDU-Politiker, Ziel müsse es sein, dass sich die Bürger wieder aufeinander zu bewegten.

Dresden. Innenminister Markus Ulbig hat Pegida aufgefordert, die Dialogangebote der Landesregierung zu nutzen. Nach einem Gespräch mit Pegida-Mitbegründerin Kathrin Oertel und Vorstandsmitglied Achim Exner sagte der CDU-Politiker, Ziel müsse es sein, dass sich die Bürger wieder aufeinander zu bewegten.

Ulbig hatte ein Treffen mit den Führungspersonen des asylkritischen Bündnisses bereits vor zwei Wochen angekündigt, den genauen Termin aber auf Nachfragen stets offengelassen. Über das gestrige Gespräch waren die Medien vorher nicht informiert worden. Oertel fungiert inzwischen nach außen als Pegida-Chefin. Exner war bis 2006 Sicherheitschef von Dynamo Dresden und gehört jetzt dem Kreisvorstand der AfD in Dresden an. Die Landesregierung hatte bisher Gespräche mit den Organisatoren des Bündnisses stets ausgeschlossen. Die Linkspartei kritisierte das Treffen hinter verschlossenen Türen. „Dass sich ein christdemokratischer Innenminister mit rechtspopulistischen Hetz-Rednern dieses Kalibers gemein macht, ist – konservativ gesprochen – Ausdruck politischen Sittenverfalls.“

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Ein Sprecher der Leipziger Stadtverwaltung teilte unterdessen mit, dass Legida seine für Mittwoch geplante Demonstration auf Freitag verlegt hat. (SZ)