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Ullersdorfs Frau mit der roten Mütze

Försterin, sagt Alma Josephine Schneider, ist die absolut richtige Berufs-Entscheidung. Auch, wenn es stürmisch wird …

© Thorsten Eckert

Von Jens Fritzsche

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Ullersdorf. Die rote Mütze ist längst ihr Markenzeichen. „Im Wald ist es ja immer gut, wenn man gesehen wird“, sagt sie lachend. Und im Wald, in der Dresdner Heide, ist die junge Frau ja auch täglich anzutreffen – im Moment vor allem in der Nähe von Ullersdorf. Denn Alma Josephine Schneider arbeitet hier, sie vertritt derzeit die Ullersdorfer Revierförsterin Uta Krause, die sich für einige Monate krankmelden musste.

Im vergangenen Jahr leitete Alma Josephine Schneider schon mal vertretungsweise das Forstrevier in Dresden-Klotzsche, seit Ende November ist die aus Leipzig stammende Försterin nun für den Bereich Ullersdorf verantwortlich. Und sie hatte es in dieser Zeit gleich mit zwei schweren Stürmen zu tun. „Als ich die Aufgabe in Ullersdorf übernommen habe, waren ja die Aufräumarbeiten nach dem Sturm im Oktober noch voll im Gange – dann kam das Sturmtief Friederike und hat noch mal kräftig nachgelegt“, sagt die studierte Forstwissenschaftlerin –  und klingt dabei recht entspannt. Auch, wenn die Ausmaße der Schäden wirklich enorm sind. Aber so ist das eben in der Natur, sagt sie.

„Eine wirklich spannende Arbeit“

2016 hat Alma Josephine Schneider ihr Studium in Tharandt erfolgreich abgeschlossen – ist seither als Forstbezirksassistentin im Forstbezirk Dresden angestellt, der von der Dresdner Heide, über die Laußnitzer Heide bis nach Moritzburg reicht. „Und es ist eine wirklich spannende Arbeit“, findet sie. Eine Arbeit, fügt sie an, die auch sehr viele Entwicklungsmöglichkeiten bietet. „Als ich vor Jahren gesagt habe, ich will Försterin werden, will Forstwissenschaft studieren, waren viele Leute um mich herum skeptisch“, denkt die Leipzigerin zurück. Die beruflichen Perspektiven seien da doch eher gering, hieß es immer wieder. „Aber das hat sich längst geändert, im Forstbereich gibt es eine Menge berufliche Chancen“, steht für sie fest, die absolut richtige Entscheidung getroffen zu haben.

Die Idee, Försterin zu werden, war ihr dabei nicht in die sprichwörtliche Wiege gelegt worden, erzählt sie. „Ich stamme jedenfalls nicht aus einer Förster-Familie, wo es Tradition ist, dass auch die Kinder Förster werden“, beschreibt Alma Josephine Schneider. „Es war einfach das Interesse an der Natur, das mich begeistert hat.“

Noch bis mindestens Ende März wird sie nun also regelmäßig in der Heide bei Ullersdorf unterwegs sein –  und sich auch im Forstamt an der Ullersdorfer Hauptstraße um die Büroarbeit kümmern.

„Und natürlich werde ich meine rote Mütze aufhaben, wenn man mich im Wald trifft“, sagt sie schmunzelnd.