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Umfrage zum Alkoholverbot

Grüne und SPD wollen das Ausschankverbot in der Äußeren Neustadt kippen. Die Linken befragen die Neustädter.

© Symbolfoto: dpa

Von Sarah Grundmann

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Seit 2007 darf im sogenannten Kneipenviertel zwischen Bischofsweg, Prießnitz-, Bautzner und Königsbrücker Straße freitags und sonnabends ab 22 Uhr kein Alkohol mehr außer Haus verkauft werden. Das Verbot spaltet Gegner und Befürworter seit Jahren in zwei Lager. Kürzlich haben SPD und Grüne einen Antrag an den Stadtrat gestellt, sie wollen das Ausschankverbot kippen. Doch was denken eigentlich die Neustädter selbst darüber? Auf diese Frage wünschen sich die Linken eine Antwort.

„Es gibt zwei Gruppen von Leuten, die das Verbot verärgert“, sagt Landtagsabgeordneter Jens Matthis (Linke). „Das sind zum Einen diejenigen, die zum Feiern in die Neustadt kommen und vielleicht nicht genug Geld haben, um ihre Getränke in der Kneipe zu kaufen.“ Zum anderen leiden aber auch die Spätshop-Besitzer darunter, dass sie am Wochenende ab 22 Uhr keinen Alkohol mehr verkaufen können. „Die haben es deswegen mit erheblichen Umsatzeinbußen zu tun“, so Matthis. Trotzdem könne man dem Antrag von Grünen und SPD nicht einfach so zustimmen. Denn laut Matthis gibt es ebenso mindestens zwei Gruppen, die sich über das Verbot freuen. Das seien zum einen die Kneipenbesitzer, die einen Teil des verlorenen Spätshop-Umsatzes für sich einstreichen. „Zum anderen sind es aber auch die Anwohner, die ein Interesse daran haben, dass nicht so viele Scherben rumliegen und der Lärm sich in Grenzen hält“, so Matthis. „Obwohl es natürlich streitbar ist, ob das Verbot dahingehend etwas bringt.“ Wie der Großteil der Anwohner darüber denkt, will die Partei nun herausfinden.

Deshalb hat sie Tausende Flyer angefertigt, die in der Neustadt verteilt werden. Darauf können sich Anwohner für oder gegen das Verbot aussprechen. Verbotsgegner können außerdem Anregungen für andere Verordnungen machen. „Wir wissen, dass die Umfrage nicht repräsentativ ist. Aber sie zeigt zumindest eine Tendenz“, so der Abgeordnete. Jetzt wollen er und seine Parteikollegen erst einmal abwarten, was bei der Umfrage herauskommt. Dann entscheiden sie, ob sie den Antrag von Grünen und SPD unterstützen oder Änderungen vornehmen.

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