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Umleitung nach Rohrbruch

Ein Teil der Stolpener Straße in Bischofswerda musste am Montag halbseitig gesperrt werden. Möglicherweise gibt es auch am Dienstag noch Behinderungen.

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© dpa

Bischofswerda. Havarie auf der Stolpener Straße in Bischofswerda: Am Wochenende war hier ein 20 Zentimeter starkes Rohr einer Trinkwasserleitung gebrochen. Der Schaden wurde schnell bemerkt, die Leitung zwischen Polizeikreuzung und Herrmannstraße abgestellt, sagte am Montag Klaus Riedel, Geschäftsführer der Wasserversorgung Bischofswerda GmbH, auf Anfrage. Am Montag wurde begonnen, den Schaden zu reparieren – bei halbseitiger Sperrung. Befahren werden konnte die Stolpener Straße am Montag nur in Richtung Polizeikreuzung; die Gegenrichtung war gesperrt. Autofahrer mussten Umwege in Kauf nehmen. Ob die Bauarbeiten bis Montagabend abgeschlossen werden konnten, stand zunächst nicht fest. „Möglicherweise müssen wir auch noch am Dienstag eine Fahrspur sperren“, sagt Klaus Riedel.

Auf der Fahrbahn wurde ein großes Loch aufgegraben. Da bei diesen Temperaturen kein Asphalt eingebaut werden kann, soll die Stelle zunächst provisorisch mit Pflastersteinen verschlossen werden. Auch am Weg neben dem Kollwitzpark musste gegraben werden. Glück im Unglück: Trotz des Rohrbruchs gab es keine Einschränkungen in der Trinkwasserversorgung. Im Abschnitt zwischen Kreuzung und Herrmannstraße gibt es keinen Hausanschluss. Der Anschluss für das Haus der Volkssolidarität befindet sich ein paar Meter weiter in Richtung Arbeitsagentur.

Die geborstene Leitung ist über 70 Jahre alt; sie stammt noch aus der Zeit vor dem Zweiten Weltkrieg. Ab der Süßmilchstraße stadtauswärts wurde die Trinkwasserleitung erneuert, als dort der Abwasserkanal verlegt worden ist. Die Ursache des Rohrbruches müsse nicht zwangsläufig mit den niedrigen Temperaturen der vergangenen Tage zu tun haben, sagte Klaus Riedel. Wasserrohrbrüche kommen immer wieder mal vor. Im Jahr 2015 registrierte das Bischofswerdaer Unternehmen in seinem Versorgungsgebiet, das bis nach Radeberg und Pulsnitz reicht, insgesamt 73 Rohrbrüche. Zahlen für das vergangene Jahr liegen noch nicht vor. (SZ/ir)