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Umleitung wegen Sturmschäden

In der Dresdner Heide drohen weiter Äste herabzustürzen. Bei Langebrück müssen Autofahrer auf Nebenstraßen ausweichen.

© dpa

Von Thomas Drendel

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Langebrück. Verärgerte Autofahrer gab es am Wochenbeginn an der Ullersdorf-Langebrücker Straße bei Langebrück. Alle, die von der Ortschaft durch die Heide Richtung Radeberg wollten, standen plötzlich vor Sperrschildern, ohne vorherigen Hinweis auf die Sperrung.

Der Chef des Dresdner Straßen- und Tiefbauamtes Reinhard Koettnitz bestätigt die Sperrung der viel befahrenen Straße. „Die Ullersdorf-Langebrücker Straße und die angrenzende Radeberger Straße in Langebrück wurden durch uns aufgrund von Sturmschäden gesperrt. Es bestand und besteht Gefahr für Leib und Leben durch mögliche herabstürzende Bäume und Äste“, teilte sein Amt mit.

Weshalb es im Gegensatz zu anderen Straßensperrungen so lange dauert, bis die Verbindung wieder freigegeben werden kann, hat offenbar mehrere Gründe. Sein Amt musste zunächst den Verwalter des betroffenen Flurstücks ermitteln. „Es handelt sich um das Amt für Stadtgrün und Abfallwirtschaft. Wir haben um kurzfristige Behebung der Gefahrenquelle gebeten“, sagte Reinhard Koettnitz. Nach Angaben von Heiko Müller, Leiter des Staatsforstbetriebes, drohen in dem gesperrten Bereich zwei Fichten umzustürzen. „Sie haben sich auf komplizierte Art miteinander verhakt. Ihre Bergung ist recht kompliziert.“

Inzwischen hat die Stadtverwaltung eine Umleitung eingerichtet. Die Straße durch die Heide kann ab sofort wieder in beiden Richtungen genutzt werden. Am Ortseingang von Langebrück müssen die Autofahrer allerdings auf die Weißiger Straße ausweichen. Hier ist Vorsicht geboten. Die Fahrbahn ist teilweise in schlechtem Zustand. Wie lange die Umleitung bestehen bleibt, konnte der Chef des Straßen- und Tiefbauamtes nicht sagen.

Das Amt für Stadtgrün weist darauf hin, dass die Sperrung der Wälder in Dresden noch nicht aufgehoben ist. Einen Zeitpunkt für die Freigabe könne man auch noch nicht nennen. „Die Kapazitäten zur Beräumung sind begrenzt und nach dem Sturm Friederike auch sachsenweit zurzeit gesucht“, erklärte die Stadtverwaltung. Derzeit ist die Stadt dabei, die Schadensmeldungen nach dem Sturm Friederike aufzuarbeiten. „Momentan wissen wir von etwa 50 bis 60 Bäumen auf städtischen Grünanlagen und an Straßen. Genauere Zahlen könnten erst im Laufe dieser Woche bekanntgegeben werden, teilt die Stadtverwaltung mit.