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Umleitungsstrecke wird Einbahnstraße

Nächste Woche entscheidet sich, ob die gesperrte Straße am Knorrefelsen bei Meißen halbseitig geöffnet werden kann.

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© Andreas Weihs

Von Jürgen Müller

Meißen. Autofahrer, die von Meißen nach Karpfenschänke oder in der Gegenrichtung fahren wollen, müssen seit Dienstag eine große Umleitung in Kauf nehmen. Grund ist die Sperrung der Elbtalstraße am Knorrefelsen. Von diesem drohen Gesteinsbrocken auf die Straße zu stürzen. Die Umleitung erfolgt nicht wie ursprünglich vorgesehen über Diera und Zadel. Grund ist, dass zwischen Kleinzadel und Karpfenschänke die Straße wegen Bauarbeiten ebenfalls gesperrt ist. „Es handelt sich um eine Hochwassermaßnahme. Diese kann nicht verschoben werden, weil sie bis Jahresende fertig sein muss, ansonsten verfallen die Gelder“, so Kerstin Thöns, Sprecherin des Landratsamtes Meißen. Man wolle bei der Baufirma darauf drängen, dass die Arbeiten dort bis Mitte August abgeschlossen werden.

Die Umleitung erfolgt jetzt in einer Art großer Kreisverkehr. Von Meißen nach Karpfenschänke geht es jetzt über Bohnitzsch und Winkwitz. Weil es sehr eng ist, wurde Einbahnstraßenverkehr eingerichtet. Wer von der Knorre aus nach Meißen will, kann daher nicht über Winkwitz fahren, sondern muss in Karpfenschänke der ausgeschilderten Umleitung bis zur Staatsstraße nach Diera folgen. Auch auf diesem Abschnitt ist jetzt Einbahnstraßenverkehr.

An der Hafenstraße in Meißen ist jetzt das Rechtsabbiegen an der Verkehrsgesellschaft Meißen nicht mehr möglich beziehungsweise endet in einer Sackgasse. Autofahrer werden über die Elbtalbrücke und dann zurück über die alte Brücke Richtung Bohnitzsch und Diera umgeleitet. Das Landratsamt hat zusätzlich 14 Umleitungsschilder anfertigen lassen.

Kosten bis zu einer halben Million

In der kommenden Woche soll sich entscheiden, ob die Straße am Knorrefelsen vielleicht doch einspurig geöffnet werden kann. Dazu gibt es ein Treffen mit dem Planer. Dann wird sich entscheiden, ob es möglich ist, den Felskopf, also den Vorsprung, mit einem Netz zu sichern. Das wäre die Voraussetzung, um die Straße halbseitig zu öffnen. Der Verkehr könnte dann per Ampelregelung in beide Richtungen fließen. In den kommenden ein bis zwei Wochen wird die Straße aber mit Sicherheit komplett gesperrt bleiben.

Um den Fels zu sanieren, rechnet das Landratsamt mit Kosten zwischen 300 000 und 500 000 Euro. Die Arbeiten sind beschränkt ausgeschrieben worden. Insgesamt muss der Felsen auf einer Länge von rund 100 Metern gesichert werden. Die Arbeiten würden auf jeden Fall bis zum Jahresende dauern, heißt es aus dem Amt.