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Carsharing, Mieträder und die Straßenbahnhaltestelle an einem Ort: Der Schillerplatz soll zum Pilotprojekt für eine neue Form der Mobilität werden.

© Sven Ellger

Von Tobias Winzer

Mit dem Leihfahrrad durch die Innenstadt, mit der Straßenbahn zur Arbeit und mit dem geteilten Auto zum Ausflug aufs Land – so oder so ähnlich stellt sich die Stadt die Mobilität der Zukunft vor. Der Gedanke dahinter: Immer weniger Dresdner würden dann ein eigenes Autos besitzen. Die Stau- und die Parkplatzprobleme wären damit gelindert. Wie die Alternativen zum eigenen Auto besser verknüpft und an einem Ort zusammengeführt werden können, ist seit gestern am Schillerplatz zu sehen. Auf Initiative der Schillergalerie ist dort der erste sogenannte Mobilitätspunkt in Dresden entstanden. In den nächsten Jahren sollen weitere im gesamten Stadtgebiet folgen.

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Das Pilotprojekt ist eine Kooperation von verschiedenen Unternehmen. Der Anbieter SZ-Bike hat auf dem Kinovorplatz an der Hüblerstraße eine Station mit sechs Fahrrädern installiert. In der Tiefgarage darunter ist Platz für bis zu drei Carsharing-Wagen des Unternehmens Teilauto. Da es sich zum Teil um Elektroautos handeln soll, bauen die Stadtwerke Drewag in den kommenden Wochen eine Ladestation ein. Mit im Boot sind außerdem die Dresdner Verkehrsbetriebe, deren Bus- und Straßenbahnhaltestelle ebenfalls gleich in der Nähe ist. Durch die gemeinsame Sache erhoffen sich alle teilnehmenden Unternehmen mehr Kundschaft.

„Wir sind froh, dass die Schillergalerie den ersten Schritt gemacht hat“, sagte der Leiter des Stadtplanungsamtes, Stefan Szuggat. „Der erste Mobilitätspunkt könnte auch ein Baustein dafür sein, um die Verkehrssituation am Schillerplatz zu verbessern.“ Szuggat kündigte gestern an, dass das Rathaus dem Stadtrat demnächst mehrere mögliche Orte für weitere Mobilitätspunkte in der Nähe von Bus- und Straßenbahnhaltestellen vorschlagen werde. Voraussichtlich ab 2016 könnten diese dann Stück für Stück auf öffentlichen Plätzen entstehen.

Für die Blasewitzer Ortsamtsleiterin Sylvia Günther hat das Projekt am Schillerplatz einen angenehmen Nebeneffekt. Die Leihfahrräder von SZ-Bike wurden dort bislang wild an Laternenmasten oder an Geländer angeschlossen. Künftig sollen alle Räder nur noch an der Fahrradstation auf dem Kinovorplatz stehen. Daneben wurden weitere Fahrradständer mit rund 30 Plätzen aufgebaut.