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Umwelt-Wärme für Radebergs Süden

Für 600 000 Euro entstand eine Anlage, die hocheffizient Erdgas in Wärme und Strom wandelt. Das freut auch die Mieter.

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© Jürgen Wähnert

Von Jens Fritzsche

Radeberg. Die Energiewende ist jetzt auch im Radeberger Süden angekommen. Zumindest freute sich Radebergs OB Gerhard Lemm (SPD) am Mittwochnachmittag, „dass wir hier wieder ein Stück Energiewende einweihen können“. Schon vor Jahren habe sich die Stadt entschieden, weg vom Atomstrom zu kommen, „und wir wissen auch, dass die Braunkohle endlich und auch nicht unumstritten ist“, so Lemm in einer kurzen Ansprache vor dem weißen Neubau an der Waldstraße, der nun Radebergs modernstes Blockheizkraftwerk beherbergt.

Wärme für fast 700 Haushalte

Hier hat Energieversorger Enso für rund 600 000 Euro eine hoch effiziente Anlage bauen lassen, die aus Erdgas Wärme für fast 700 Haushalte im Radeberger Süden produziert. Und zudem auch gleich noch Strom herstellt, sodass das Gas hier zu nahezu 92 Prozent umgewandelt wird. „Das ist nicht nur effizient, sondern auch energiesparend, was letztlich unseren Kunden zugutekommt“, freute sich auch Matthias Mehnert, der neue Geschäftsführer der Wärmeversorgung Radeberg. Das städtische Tochterunternehmen kauft von der Enso quasi die Wärme für die Haushalte ab. „Gemeinsam mit dem noch größeren Blockheizkraftwerk an der nahen Schillerstraße stammen nun 85 Prozent unserer Wärme aus solch umweltfreundlichen Anlagen“, machte der Wärmeversorgungschef deutlich. Und OB Lemm rechnete dann auch gleich noch vor, dass durch die neue Anlage an der Waldstraße 58 Prozent weniger Kohlenmonoxid anfallen.

Natürlich sorgt der Motor in der Anlage aber nicht nur für umweltfreundliche Wärme und Strom, sondern auch für Geräusche. „Doch uns ist es durch Schallschutz im Gebäude gelungen, dass die vorgegebenen Werte auch nachts eingehalten werden“, klang dann Enso-Vertriebschef Dr. Frank Arnhold auch mit Blick auf diesen Aspekt durchaus zufrieden.