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Umweltbundesamt arbeitet jetzt im neuen Dessauer Domizil

Dessau. Mit der feierlichen Schlüsselübergabe durch Bundesbauminister Manfred Stolpe (SPD) hat gestern das Umweltbundesamt an seinem neuen Sitz in Dessau offiziell die Arbeit aufgenommen. Der Präsident...

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Dessau. Mit der feierlichen Schlüsselübergabe durch Bundesbauminister Manfred Stolpe (SPD) hat gestern das Umweltbundesamt an seinem neuen Sitz in Dessau offiziell die Arbeit aufgenommen. Der Präsident der früher in Berlin ansässigen Behörde, Professor Andreas Troge, versprach im Namen der rund 750 Mitarbeiter, das Amt werde auch künftig bei der Bewahrung der natürlichen Lebensgrundlagen für nachfolgende Generationen helfen, wie es im Grundgesetz festgeschrieben sei.

Der Grundstein für den 68 Millionen Euro teuren Neubau war vor drei Jahren auf einer Industriebrache nahe dem Bahnhof gelegt worden. Im Zuge der Ansiedlung von Bundesbehörden in den neuen Ländern sind in den vergangenen Jahren bereits das Bundesverwaltungsgericht von Berlin nach Leipzig und das Bundesarbeitsgericht von Kassel nach Erfurt umgesiedelt. Den Umzug des Umweltbundesamts von Berlin nach Sachsen-Anhalt hatte 1992 die Föderalismuskommission beschlossen.

Das Gebäude entstand auf einem denkmalgeschützten Areal eines alten Gaswerks aus dem 19. Jahrhundert. Einige Teile des Amts bleiben in Berlin, so die Labore und die deutsche Emissionshandelsstelle. Zu den Aufgaben des Amts zählt die wissenschaftliche Unterstützung des Bundesumweltministeriums in allem, was Schadstoffausstoß, Abfall, Wasser oder Gesundheitsschutz in Zusammenhang mit Umweltbelastung betrifft. (AP)