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Pirna

Umworbener Einzelkämpfer

Rene Kirsten hat das drittbeste Ergebnis bei der Stadtratwahl in Heidenau erreicht und trotzdem ein Problem. Noch.

Die Machtverhältnisse im Heidenauer Stadtrat sind  nach der Wahl noch nicht gänzlich geklärt.
Die Machtverhältnisse im Heidenauer Stadtrat sind nach der Wahl noch nicht gänzlich geklärt. © Marko Förster

Rene Kirsten hat mit 1 441 Stimmen bei der Stadtratswahl einen überraschenden Achtungserfolg erzielt. Der Kandidat der „Bürgerinitiative Oberelbe für mehr Demokratie“ erreichte damit das drittbeste Ergebnis aller Heidenauer Kandidaten. Wermutstropfen: Er ist allein, ohne Fraktion. Dafür müssen sich in Heidenau mindestens zwei Räte zusammenschließen. Ohne Fraktion fehlen ihm wichtige Informationen zum Beispiel aus den Ausschüssen.

Aufgrund der neuen Machtverhältnisse im Heidenauer Stadtrat – die CDU hat ihre absolute Mehrheit verloren – wird Kirsten zum Umworbenen. Er sagt, von fast allen Parteien ein Angebot bekommen zu haben. Mit einigen sei er noch im Gespräch. Er möchte erst alle kennenlernen und sich ein Bild machen, bevor er sich für eine Zusammenarbeit entscheidet. „Letzten Endes müssen alle, die gewählt sind, gemeinsam eine saubere, verständliche Kommunalpolitik für und mit dem Bürger der Gemeinde sichtbar vorantreiben.“

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Weitere Einzelkämpfer im Heidenauer Stadtrat sind Bernhard Borchers (Grüne), Michael Schürer (Heidenauer Bürgerinitiative) und Steffen Thiele (SPD). Borchers hat bisher mit den Linken zusammengearbeitet, Schürer und Thiele waren auch eine Fraktion. Industriepark-Oberelbe-Gegner Borchers und IPO-Kritiker Kirsten könnten auch eine Option sein. Kirsten und die CDU scheint eher nicht das Traumpaar zu sein. Die zwei FDP-Räte würden sich zumindest rechnerisch über einen Dritten freuen, jedoch scheint auch diese Option eher fraglich. Die Linken haben immerhin zwei von fünf Sitzen verloren, aber hier scheinen die politischen Unterschiede größer als die Gemeinsamkeiten. Die AfD würde mit einem sechsten Fraktionsmitglied nicht nur mit der CDU gleichziehen, sondern auch einen der beiden nicht besetzten Plätze gewissermaßen zurückholen. 

Wie sich Heidenaus Räte künftig fraktionsmäßig organisieren, müssen sie spätestens zur Konstituierung wissen. Die erfolgt am 22. August. (SZ/sab)

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