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UN-Berichterstatter kritisiert Menschenrechtsverletzungen in Birma

Tomás Ojea Quintana kritisierte, dass das Recht auf körperliche Unversehrtheit für die Minderheit der Rohingya nicht gewährleistet sei.

Rangun. Vor dem Deutschlandbesuch der birmanischen Oppositionsführerin Aung San Suu Kyi hat der UN-Beobachter für Birma vor zunehmenden Menschenrechtsverletzungen gewarnt.

Der Abzug von Entwicklungshelfern aus dem birmanischen Staat Rakhine an der Grenze zu Bangladesch im vergangenen Monat werde ernste Auswirkungen auf die Menschenrechtslage haben, sagte Sonderberichterstatter Tomás Ojea Quintana laut einer am Dienstag in der birmanischen Hafenstadt Rangun veröffentlichten Mitteilung. Er kritisierte, dass das Recht auf körperliche Unversehrtheit für die Minderheit der Rohingya nicht gewährleistet sei.

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Internationale Hilfsorganisationen hatten ihre Mitarbeiter im März nach einem Angriff buddhistischer Rebellen aus Rakhine zurückgezogen. In dem Staat wurden bei blutigen Konflikten zwischen Buddhisten und Muslimen vor zwei Jahren bis zu 200 Menschen getötet, 140.000 wurden obdachlos. Häufig richtete sich die Gewalt gegen die Volksgruppe der Rohingya.

Da die etwa 1 Million muslimischen Rohingya vom Staat nicht als Minderheit anerkannt sind, leben sie faktisch staatenlos. Quintana forderte die Regierung auf, Entwicklungshelfer in die Region zurückzulassen und deren Sicherheit zu gewährleisten.

Birmas Oppositionsführerin Aung San Suu Kyi besucht auf Einladung von Kanzlerin Angela Merkel an diesem Donnerstag Berlin. Sie wird unter anderem mit Bundespräsident Joachim Gauck zusammentreffen. (dpa)