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Radebeul

Unausgegorenes auf Kosten der Bürger

Ein Kommentar von Peter Redlich über die Bußgelder im Verkehrskatalog.

Peter Redlich.
Peter Redlich. © Norbert Millauer

Es passiert mir nicht so oft, dass mir Amtsleute in den Büros leid tun. Aber diesmal ist es so. Sie müssen mitten in der Ferienzeit Tausende Bescheide für Temposünder und Falschparker neu bearbeiten und neu verschicken. Der Grund: Unausgegorenes aus dem Bundesverkehrsministerium.

Vorweg und deutlich: Wer rast, etwa auf der Meißner Straße in Radebeul und an Haltestellen Menschen gefährdet, der muss geblitzt und bestraft werden. Wer Bürgersteige zustellt, sodass Omis und Mütter mit Rollator oder Kinderwagen auf die Straße müssen, der soll zahlen. Aber bitte bundesweit einheitlich. 

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Was uns zu dem Thema Bußgeldkatalog aus dem Bundesverkehrsministerium - obendrein mit großem Brimborium - Ende April aufgetischt wurde, war offenbar sein Papier nicht wert. Ganze Softwareketten wurden in jedem Ordnungsamt umprogrammiert, Mitarbeiter geschult. Auch das hat unser Steuergeld gekostet.

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 Jetzt wurde all das in die Tonne gekloppt, die Software - kostete wieder Geld - geändert. Und: Richtig sauer werden wohl auch all jene sein, die nach den Regeln des bis Mitte Juli geltenden neuen Kataloges, der nicht mehr gilt, schon brav gezahlt haben. Die haben Pech gehabt. Was bei mir zwar kein tiefes Mitleid erregt, aber dennoch nicht gerecht ist.

E-Mail an Peter Redlich.

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