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Unbekannter entsorgt Autoreifen im Wald

Der zuständige Revierförster ist über diese Verschmutzung mehr als nur genervt. Der Frevel geschieht nicht zum ersten Mal.

Egoistisch und unverantwortlich: Unbekannte haben Autoreifen im Tännicht bei Graupa entsorgt. © Mareike Huisinga

Der Anblick passt nicht zur Waldidylle. Unweit des Weges im Tännicht bei Graupa liegen sechs schwarze Autoreifen. Ein Unbekannter hat sie hier entsorgt. Illegal. „Es macht einen langsam sprachlos“, sagt Michael Blaß genervt, der als Revierförster für dieses Gebiet zuständig ist.

Er wird jetzt eine Entsorgungsfirma beauftragen, die Reifen abzufahren. Die Kosten dafür übernimmt zunächst der Sachsenforst. „Letztlich zahlt aber der Steuerzahler drauf“, ordnet der Forstwirt ein.

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Nicht zum ersten Mal haben Umweltsünder diesen Standort gewählt. Michael Blaß schüttelt mit dem Kopf. „Ich sehe oft im Gebiet Sperrmüll, Verpackungen, Bioabfall und Glas. Fast alles könnte man kostenlos ordnungsgemäß entsorgen. Und auch einfacher.“ Denn trotz der relativen Abgeschiedenheit müssen die Täter Angst haben, erwischt zu werden. Michael Blaß kennt die bevorzugten Stellen, an die immer wieder Müll gebracht wird. Sein Revier erstreckt sich von Fischbach bis nach Birkwitz. Manchmal bekommt er Hinweise von Bürgern, oft fährt er Kontrollrunden. Auf frischer Tat ertappt hat er allerdings bisher niemanden, gibt er zu.

Besteht Gefahr, dass giftige Stoffe in den Boden sickern, muss er schnell handeln und Ölkanister oder Batterien umgehend entsorgen lassen. Auch organischer Abfall ist problematisch für den Wald. „Pflanzen aus dem Hausgarten haben im Wald nichts zu suchen, da sie die Flora verfälschen“, erklärt der Revierförster und zeigt auf eine Tomaten- sowie auf eine Kartoffelpflanze, die sich nahe des ebenfalls illegal entsorgten Kompostmülls ausgesamt haben. Diese Pflanzen locken Wildschweine und Waschbären an, die somit auch zu nah an die Ortslagen herankommen, sagt der Fachmann.