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Dresden

Verletzte bei schwerem Busunfall

Neun Menschen müssen behandelt werden, nachdem ein Kleinwagen mit einem Linienbus der DVB zusammenprallte. 

Dieser Bus wurde am Mittwoch in einen schweren Unfall verwickelt.
Dieser Bus wurde am Mittwoch in einen schweren Unfall verwickelt. © Roland Halkasch

Unachtsamkeit ist offenbar die Ursache eines schweren Verkehrsunfalls am Mittwochnachmittag in Strehlen. Dort war die Fahrerin eines Hyundai i10 auf der Wiener Straße stadtauswärts unterwegs, als sie gegen 17.35 Uhr an der Kreuzung Oskarstraße einen vorfahrsberechtigten Bus der Dresdner Verkehrsbetriebe nicht beachtete.

Ein Fehler mit verheerenden Folgen: Weil der Busfahrer es nicht mehr schaffte, seine „75“ zum Stehen zu bringen, prallten die beiden Fahrzeuge zusammen. Der kleine Hyundai wurde dadurch auf den Fußweg geschleudert, die 41-jährige Fahrerin wurde eingeklemmt. Erst die Feuerwehr konnte sie aus dem Wrack befreien. Die Frau wurde anschließend schwer verletzt ins Krankenhaus gebracht.

Im Bus stürzten durch den Unfall etliche Fahrgäste, darunter eine 77-Jährige, die dabei schwer verletzt wurde  Sechs weitere Passagiere sowie der 43 Jahre alte Busfahrer erlitten leichte Verletzungen. 

Sowohl der Linienbus als auch der Hyundai wurden erheblich beschädigt, die Rettungs-, Bergungs- und Aufräumarbeiten dauerten bis in die Abendstunden. Während dieser Zeit war die Kreuzung gesperrt. 

Laut dem Bundesverband Deutscher Omnibusunternehmer (BDO) sind Busse trotz solcher Unfälle die sichersten Verkehrsmittel in Deutschland. Mehr als fünf Milliarden Fahrgäste nutzen Reise- und Linienbusse pro Jahr in Deutschland. „Bei keinem anderen Straßenverkehrsmittel ist das Risiko geringer, in einen Unfall verwickelt zu werden und dabei zu Schaden zu kommen“, heißt es vom BDO. Am höchsten ist das Unfallrisiko demnach im Pkw, hat eine Berechnung auf Basis der Unfälle mit Toten und Verletzten im Jahr 2017 ergeben. Danach folgt das Fahrrad. An letzter Stelle stehen Busse. (SZ/mja/csp)

Hinweis: In einer früheren Version dieses Artikel hieß es, dass 14 Menschen verletzt worden seien. Diese ersten Angaben waren nicht korrekt. Richtig ist, dass insgesamt neun Menschen verletzt wurden, zwei von ihnen schwer.