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Dresden

Unfallfahrt endet im Gefängnis

Am Montag raste ein junger Mann im gestohlenen Pick-up durch Dresden-Pieschen. Jetzt sitzt er in Haft.    

Nur noch auf der Felge rollte der VW Amarok am Ende der Verfolgungsfahrt.
Nur noch auf der Felge rollte der VW Amarok am Ende der Verfolgungsfahrt. © Roland Halkasch

Er soll ein Auto gestohlen, einen Biergarten zerlegt und eine Hauswand demoliert haben: Gegen den Fahrer, der in der Nacht zum Dienstag durch Pieschen raste, ist am Mittwoch ein Haftbefehl erlassen worden.

Der 19-jährige Deutsche soll zunächst mit einem Bekannten vor dem Taschenbergpalais einen VW Amarok gestohlen haben. Offenbar wurde es den mutmaßlichen Tätern leicht gemacht: Der Wagen war offen und die Schlüssel steckten. Danach sei er unter erheblichem Alkoholeinfluss und mit teils über 100 Kilometern pro Stunde nach Mickten gerast, so die Vorwürfe der Staatsanwaltschaft. 

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Auf der Marienbrücke soll er das erste Mal die Kontrolle über den gestohlenen Wagen verloren haben. Er prallte so stark gegen den Bordstein, dass der Reifen platzte. Zu diesem Zeitpunkt wurde die Polizei aufmerksam. Sie wollte das Auto mit dem Platten kontrollieren. Doch der Beschuldigte habe Gas gegeben, heißt es.

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In der Nähe des Ballhauses Watzke kam der Wagen auf die Gegenfahrbahn und fuhr so in Richtung der Nachtbar „Klax“. Dort soll der Beifahrer ins Lenkrad gegriffen haben. Der Fahrer verlor die Kontrolle und kollidierte mit der Hauswand eines Cafés, den Außentischgarnituren und einem Sonnenschirm. Wieder habe er flüchten wollen, so die Staatsanwaltschaft. Er habe daraufhin ein anderes Auto beschädigt. Erst danach gelang es der Polizei, den VW zu stoppen. 

Seiner Festnahme soll sich der Fahrer vehement widersetzt haben. Gegen ihn sei kürzlich eine Jugendstrafe von zwei Jahren verhängt worden, die er bald antreten sollte. Vor dem Ermittlungsrichter äußerte er sich am Mittwoch nicht. (SZ/sr)