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Unfallhelferin bekommt Dankeschön

Eine Frau aus dem Erzgebirge kümmerte sich am Dienstag auf der Autobahn bei Nieder Seifersdorf um einen Schwerverletzten. Das hat auch für sie Folgen.

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© André Schulze

Von Carla Mattern

Ob der schwer verletzte Mann den Unfall überstehen wird? Diese Frage stellte sich einer Autofahrerin am Dienstag nicht. Peggy Steinert sah mehrere Verletzte auf der Fahrbahn der Autobahn 4 liegen, daneben einen auf dem Dach gelandeten Citroen. Die Frau aus dem Erzgebirgsort Marienberg hielt an, stellte ihr Auto so ab, dass es die Unfallstelle etwas schützte, und leistete dem Mann Erste Hilfe. Für sie habe es gar keine Frage gegeben zu helfen, erzählte sie noch am Ort des Unfallgeschehens. Es sei nicht das erste Mal, dass die Autofahrerin, die im Bereich Zahnmedizin tätig ist, zu einem Verkehrsunfall dazukomme.

Doch sie war nicht die Erste, die hätte helfen können, sagt Frank Wobst. Der Polizeioberrat ist Chef des Autobahnpolizeireviers bei der Görlitzer Polizeidirektion und war selbst kurz nach dem sich der Unfall ereignet hatte vor Ort. Auf dem Weg dahin habe er sehen können, dass mehrere Autos vorbeifuhren, sagt der Polizist. Umso höher schätzt er, was Peggy Steinert geleistet hat. Und will das der Frau gegenüber auch kundtun. „Es ist klasse, dass sie sich so toll engagiert hat“, sagt er. Deshalb will er veranlassen, dass die Erzgebirglerin einen Brief mit einem Dankeschön bekommt, vielleicht auch ein kleines Andenken, sagt er. In dem Schreiben will er der Frau auch mitteilen, ob der Schwerverletzte wieder auf dem Weg der Besserung ist. Als Peggy Steinert mit ihm zu tun hatte, rang er mit dem Tod, so Frank Wobst. Bei dem Unfall war am Dienstag ein Citroen nach einem Reifenplatzer gegen einen Lkw geprallt, hatte sich überschlagen und war auf dem Dach gelandet. Dabei wurden zwei Insassen verletzt, ein Dritter lebensgefährlich verletzt.