merken

Unnötige Niederlage in Rosenheim

Die Lausitzer Füchse hadern mit dem Schiedsrichter und der Chancenwertung. Nur der Neue trifft.

© Titus Fischer

Von Titus Fischer und Frank Thümmler

Die Lausitzer Füchse treten in der Tabelle der 2. Eishockey-Bundesliga auf der Stelle. Am Freitagabend verloren sie in Rosenheim mit 3:1, obwohl sie ganze Partie über keineswegs die schlechtere Mannschaft waren. Am Ende entschieden aber die „special Teams“ in Unter- und Überzahl die Partie gegen die Gäste, die diesmal auch den Hauptschiedsrichter definitiv nicht auf ihrer Seite hatten.

ELBEPARK Dresden
Der ELBEPARK bietet mehr
Der ELBEPARK bietet mehr

180 Läden, 5.000 kostenlose Parkplätze und zahlreiche Freizeitangebote sorgen für stressfreies und vergnügtes Einkaufen im ELBEPARK. Jetzt Angebote entdecken.

Die Lausitzer Füchse, die im Kampf um den zehnten Tabellenplatz und den damit verbundenen vorzeitigen Klassenerhalt jeden Punkt brauchen, überraschten in Rosenheim mit einer recht offensiven Grundausrichtung. Die erspielten sich von Beginn an viele Chancen, diesmal aber haperte es an der Chancenverwertung.Heyer hatte die erste Chance für die Füchse, schoss aber drüber (6.). Als dann Götz auf die Strafbank musste, gelang den Gastgebern der Führungstreffer. Nach einem Pfostenschuss war Loibl im Nachsetzen erfolgreich. Die Füchse zeigten sich wenig beeindruckt. Erst hatte Lüsch den Ausgleich auf dem Schläger, aber Rosenheims Torwart Herden hielt. Und dann blieb der starke Herden bei einem Unterzahlkonter der Füchse gegen Schmidt siegreich. Auf der anderen Seite hatte vor allem C.J. Stretch Chancen. Erst schoss er knapp vorbei, und dann scheiterte er mit einem Penalty (Schmidt hatte gefoult) am stark haltenden Füchse-Torwart Fallon. Sieben Sekunden vor der Drittelsirene gelang den Gastgebern das 2:0 – wieder in Überzahl. McNeely reagierte nach einem Rohner-Schuss beim Nachsetzen am schnellsten. Das 0:2 aus Füchse-Sicht nach dem ersten Drittel war bitter, weil es nicht den Spiel- und Chancenanteilen entsprach und durch Strafen begünstigt wurde. Die verteilte Hauptschiedsrichter Stefan Vogl einseitig: drei plus den Penalty für die Füchse, eine für die Gastgeber. Die Aufregung über Vogl sollte sich im Mitteldrittel steigern.

Zunächst aber gelang dem Neuzugang Milan Kostourek der schnelle Anschlusstreffer. Haydar hatte ihn im Slot freigespielt, der 33-jährige Tscheche, der einen Großteil seiner bisherigen Karriere in der zweiten tschechischen Liga gespielt hat und zuletzt in England für nahezu zwei Scorerpunkte gut war, musste nur noch den Schläger hinhalten. Die Füchse kassierten wenig nach dem Anschlusstreffer die nächste (fragwürdige) Strafe, waren in Unterzahl aber durch Swinnen (Herden war minimal vor ihm am Puck) und Classen dem Ausgleich nahe. Als dann die Rosenheimer wegen eines Wechselfehlers Unterzahl spielen mussten, hatten Parkkonen und Lavallee gute Chancen. Dann checkte der Rosenheimer Lindlbauer den Füchse-Spieler Linden hart hinter dem Tor. Aber es gab keine Strafe, obwohl Linden stark blutete und schwer verletzt vom Eis geführt werden musste. Später folgte noch eine umstrittene Strafe gegen Geisler. Die Füchse hatten gehörig Wut im Bauch. Fallon hielt die Gäste mit einer Rettungstat gegen den allein auf ihn zulaufenden MacLeod im Spiel, Heyer vergab auf der anderen Seite den Ausgleich.

Im Schlussdrittel versuchten die Füchse alles, aber jetzt waren auch die Rosenheimer wieder besser im Spiel. Die Entscheidung fiel, als Hauptschiedsrichter Vogl gleich zwei Füchse gleichzeitig (Götz und Kostourek) auf die Strafbank schickte. Die Rosenheimer spielten die doppelte Überzahl clever aus, Stretch vollendete zum dritten Überzahltreffer im Spiel. Die Füchse hatten danach noch Chancen, aber der überragende Herden im Rosenheimer Tor verhinderte den Anschlusstreffer unter anderem gegen Kostourek und Haydar. Auch eine doppelte Überzahl kurz vor Schluss und das Herausnehmen des Torwarts brachte nichts mehr. Co-Trainer Robert Hoffmann konnte nach dem Spiel nicht an sich halten, sagte den Schiedsrichtern einige unschöne Worte und kassierte dafür eine Spieldauerstrafe.

Jetzt muss am Sonntag gegen Freiburg unbedingt ein Sieg her. Wer von den fünf Ausländern dann auf der Tribüne sitzt (Magowan kehrt voraussichtlich von seiner Verletzung zurück) , dürfte eine spannende Frage werden.

Statistik

Starbulls Rosenheim – Lausitzer Füchse 3:1 (2:0; 0:1; 1:0)

1:0 Stefan Loibl 8:19 (Überzahl, Assist: Lindlbauer)

2:0 Tyler McNeely 19:53 (Überzahl, Rohner, Vallorani)

2:1 Milan Kostourek 20:29 (Haydar, Götz)

3:1 C.J. Stretch47:14 (doppelte Überzahl, MacLeod)

Rosenheim

Tor: Herden

Verteidigung: Lindlbauer, Gottwald, Renner, Rohner, Thalhammer, Meirandres, Frank

Sturm: Edfelder, Fischhaber, Stretch, Daxlberger, Tausch, MacLeod, Loibl, Hilger, Zick, McNeely, Vallorani, Vollmayer

Lausitzer Füchse

Tor: Fallon

Abwehr: Mücke, Bohac – Hüfner, Parkkonen – Ostwald, Geiseler

Sturm: Kostourek, Götz, Haydar – Swinnen, Classen, Lavallee – Heyer, Lüsch, Schmidt, Linden

Schiedsrichter: Stefan Vogl

Strafen:

Rosenheim 8 + 10 (Stretch)

Weißwasser 16 + 20

Zuschauer: 2 252