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Abi-Stress wegen Streiks der Busfahrer 

In vielen Teilen Sachsens fahren am Mittwochmorgen keine Busse. Das stellt die Abiturienten vor ein Pünktlichkeits-Problem bei den Prüfungen. 

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Symbolbild.
Symbolbild. © Armin Weigel / dpa

Dresden. Der für Mittwoch geplante Warnstreik im Nahverkehr trifft die Abiturprüfungen in Sachsen. Das Kultusministerium wies deshalb am Dienstag die Schulen an, verspätet eintreffende Schüler trotzdem zu den Prüfungen zuzulassen.

Diese hätten die Gründe für ein zu spätes Erscheinen nicht zu verantworten, heißt es in einem Brief, der an die Schulen verschickt wurde. Am Mittwoch stehen schriftliche Abiprüfungen in Fremdsprachen an.

Die Gewerkschaft hat für den Mittwochmorgen von Schichtbeginn an in großen Teilen Sachsens zum Warnstreik aufgerufen, unter anderem im Erzgebirge, in der Oberlausitz und in der Region Dresden. Davon könnte auch der Schülerverkehr betroffen sein.

Die schriftlichen Abiturprüfungen sollen pünktlich beginnen. Schüler, die bis ungefähr 9.30 Uhr eintreffen, müsse die Teilnahme an der schriftlichen Prüfung ermöglicht werden, heißt es in dem Schreiben des Ministeriums. 

Es müsse ihnen dafür die volle Arbeitszeit zur Verfügung stehen. Zeichne sich ab, dass sehr viele Schüler zu spät kommen, könne die Schulleitung den Prüfungsbeginn auch komplett nach hinten schieben. 

Die Dresdner Verkehrsbetriebe (DVB) selbst werden zwar nicht bestreikt, allerdings Unternehmen, die für die DVB fahren. Somit kann es bis voraussichtlich 8 Uhr zu Ausfällen oder starken Einschränkungen bei den Buslinien 66, 72, 73, 74, 75, 76, 79, 83, 86, 88, 89, 94 und EV4 kommen. Allerdings könnten die Fähren der DVB ebenfalls von dem Arbeitskampf betroffen sein: Sie pendeln zwischen Johannstadt und der Neustadt, Laubegast und Niederpoyeritz sowie Kleinzschachwitz und Pillnitz. Laut der Gewerkschaft Verdi sei es auch möglich, dass die Verkehrsbetriebe in Meißen und Görlitz am Streik teilnehmen. Zudem wurden die Fahrer des Regionalverkehrs Dresden und der Oberelbischen Verkehrsgesellschaft Pirna-Sebnitz aufgerufen, die Arbeit ruhen zu lassen.

Doch nicht nur die Busfahrer streiken am Mittwoch. Der Bundesverband der Taxi und Mietwagen hat seine Fahrer zu einem deutschlandweiten Aktionstag gegen die Liberalisierung des Personenbeförderungsgesetzes aufgerufen. Deshalb wollen Fahrer zwischen 8 und 10 Uhr in Dresden die Arbeit niederlegen. Im Korso wollen sie vom Busparkplatz an der Ammonstraße über die St. Petersburger Straße zum Flughafen fahren. Der Rückweg führt am Landtag vorbei. Darüber hinaus werden Taxifahrer an der großen Sternfahrt nach Berlin teilnehmen. (SZ/dkr/sr mit dpa)