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Unseriöse Maklerpraktiken 

Foto: www.pixabay.com © godoycordoba

Reservierungsentgelte sind juristisch oft nicht bindend. 

Beim Kauf von Wohneigentum kann es passieren, dass der Makler ein Reservierungsentgelt verlangt. Wer sich darauf einlässt und das reservierte Objekt dann doch nicht kauft, dem droht der Verlust des Geldes – oder ein Rechtsstreit. Klar: Makler, Notar und staatliche Steuern wollen bezahlt werden – jedoch nur dann, wenn tatsächlich Wohneigentum erworben wurde. Eine Ausnahme bildet das Reservierungsentgelt. Wird der verlangte Betrag bezahlt, stellt der Makler für die Dauer der Verhandlungen seine weiteren Verkaufsbemühungen ein. Nach einem Kauf wird der Betrag in der Regel von der noch zu zahlenden Maklercourtage abgezogen. Im Falle eines Rücktrittes vom Kauf oder des Scheiterns der Kaufverhandlungen kann es sein, dass der Makler die Rückzahlung verweigert oder nur einen Teil davon erstatten will und sich dabei auf seine AGB beruft. „Tatsächlich ist ein Reservierungsentgelt in vorformulierten AGB-Klauseln nicht bindend“, informiert der Verbraucherschutzverband Wohnen im Eigentum e.V. Eine solche Klausel habe bereits der Bundesgerichtshof für unwirksam erklärt. Das heißt: Wenn das Entgelt gezahlt wurde, muss der Makler es voll erstatten, ganz gleich, was dazu in seinen AGB steht. Aber: Im Zweifel muss gegen den Makler juristisch vorgegangen werden. Das ist mit Kosten und dem Prozessrisiko verbunden. sz-immo