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Unsicherheit unter Sparkassen-Kunden

Müssen Anleger bei der Sparkasse Oberlausitz-Niederschlesien um ihre Prämiensparverträge fürchten? Dazu gab es jetzt eine gute Nachricht.

Von Susanne Sodan
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Die Sparkasse ist noch immer das größte Geldinstitut im Landkreis Görlitz.
Die Sparkasse ist noch immer das größte Geldinstitut im Landkreis Görlitz. © Foto: Claudia Hübschmann

In Dresden sind die Leitungen der Verbraucherzentrale heiß gelaufen: Einige Kunden der Ostsächsischen Sparkasse Dresden erhielten Post, dass ihre langfristigen Sparverträge „Prämiensparen flexibel“ gekündigt werden. In Görlitz bei der Sparkasse Oberlausitz-Niederschlesien ist das anders. „Bislang wurden durch unser Haus keine Prämiensparverträge vorfristig gekündigt“, teilt Bettina Richter-Kästner von der Sparkasse Oberlausitz-Niederschlesien mit. „Eine Änderung dieser Vorgehensweise ist derzeit nicht vorgesehen.“

Beim Prämiensparen handelt es sich um Langzeitsparverträge, bei denen die Kunden eine jährliche Grundverzinsung erhalten. Ab einer bestimmten Laufzeit gibt es außerdem jährliche Boni. Bei der Ostsächsischen Sparkasse hätten etwa zwei Prozent der Kunden einen „Prämiensparen flexibel“-Vertrag, sagte vorige Woche ein Sprecher der SZ, nur die unbefristeten stünden zur Disposition. Ein Grund sind die Niedrigzinsen, durch die dieses Sparkonzept besonders für die Langzeitsparer attraktiv ist, nicht mehr aber für die Bank. Andere Sparkassen in Sachsen hatten diese Verträge bereits vor einiger Zeit gekündigt, nun auch die Ostsächsische.

Damit ist die Sparkasse Oberlausitz-Niederschlesien eine der letzten, die am Prämiensparen festhält. „Jede Sparkasse ist ein wirtschaftlich selbstständiges Institut“, erklärt Bettina Richter-Kästner die unterschiedlichen Vorgehensweisen.

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