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Aus fürs Melt-Festival: Letzte Ausgabe gestartet

Seit 1999 dient ein ehemaliges Tagebaugelände bei Dessau-Roßlau als Festival-Areal. Zwischen riesigen ehemaligen Baggern tanzten Tausende zu elektronischer Musik und Indierock. Diese Ära geht zu Ende.

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Seit 25 Jahren gibt es das Melt-Festival auf dem Ferropolis-Gelände bei Gräfenhainichen - am Donnerstag beginnt nun die letzte Ausgabe.
Seit 25 Jahren gibt es das Melt-Festival auf dem Ferropolis-Gelände bei Gräfenhainichen - am Donnerstag beginnt nun die letzte Ausgabe. © dpa-Zentralbild

Gräfenhainichen. Nach weit über 20 Jahren ist Schluss: Heute hat die letzte Ausgabe des Melt-Festivals begonnen. Auf dem ehemaligen Tagebaugelände bei Dessau-Roßlau können sich Feierwütige bis zum Samstag unter anderem auf DJ Koze ("Pick Up"), Paula Hartmann ("Atlantis") und die Sugababes ("Push The Button") freuen. Zur Musik auf unterschiedlichen Bühnen werden einige von ihnen womöglich in Gummistiefel tanzen - denn der Wetterbericht sagt für die Festivaltage auch Regen voraus.

Dass das Melt in diesem Jahr zum letzten Mal stattfindet, hat vor allem mit den gestiegenen Kosten für das Festival zu tun, wie Festivaldirektor Florian Czok der Deutschen Presse-Agentur sagte. Schon länger sei es für ihn und sein Team eine Herausforderung gewesen, schwarze Zahlen zu schreiben. Ähnliche Entwicklungen gebe es auch in anderen Ländern. Die jüngere Generation kaufe weniger Tickets, wolle aber mehr Komfort. "Stadt-Festivals haben es mittlerweile leichter, weil die Leute dort im Zweifel nach Hause oder ins Hotel gehen können und nicht campen müssen."

Czok hat das Festival auf dem Ferropolis-Gelände schon seit einigen Jahren mitorganisiert. Die letzte Melt-Ausgabe werde für ihn und die anderen Wegbegleiter des Melt "natürlich total emotional", sagte er. Dass es nach diesem Melt kein weiteres geben wird, solle aber an dem kommenden Tagen gar nicht im Vordergrund stehen. "Es wird aber damit verbunden nochmal Highlights geben, zum Beispiel den Sleepless Floor, den es in den letzten Jahren nicht gegeben hat. Anhand der Ticketverkäufe sehen wir, dass sich die Leute da schon drauf freuen."

Das Festival gibt es seit 1997. Seit 1999 diente das ehemalige Braunkohle-Tagebau-Areal nahe Dessau-Roßlau mit seinen ausgedienten Baggern als Kulisse. Ende Mai hatten die Festivalmacher mitgeteilt, dass es das Melt in diesem Sommer das letzte Mal geben werde. Vor der Corona-Pandemie lagen die Besucherzahlen bei etwa 25.000. (dpa)