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Unterm Dach tut sich was

In der Harthaer Oberschule entstehen neue GTA-Räume und Fachkabinette. Um weitere Aufträge gibt es Diskussionen.

Uwe Tänzer (links) und Alexander Rieger von der Firma Haba Bau haben im Dachgeschoss einen Schornstein zurückgebaut. Die Balkenkonstruktion im Hintergrund soll durch ein.
Uwe Tänzer (links) und Alexander Rieger von der Firma Haba Bau haben im Dachgeschoss einen Schornstein zurückgebaut. Die Balkenkonstruktion im Hintergrund soll durch ein. © André Braun

Hartha. Staub flimmert im Sonnenlicht, das durch die Dachfenster hereinscheint. Alexander Rieger bearbeitet mit Hammer und Meißel einen alten Schornstein im Dachgeschoss der Pestalozzischule. 

Sein Kollege Uwe Tänzer fährt die abgebrochenen Ziegel mit der Schubkarre weg. In diesem Teil der Schule entstehen vier Räume für die Ganztagsangebote beziehungsweise Fachkabinette für die Bereiche Kunsterziehung und Musik.

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„Bis April soll alles fertig sein“, sagte Bauamtsleiter Ronald Fischer. Bis dahin muss aber noch einiges geleistet werden. So wird die Balkenkonstruktion entfernt und durch ein Stahlgerüst ersetzt. Außerdem werden große Fenster eingebaut und das Dach wärmeisoliert. Auch Fußboden- und Malerarbeiten sind noch zu erledigen.

Während die Arbeiten im Dachgeschoss bereits seit November laufen, wurden bei der jüngsten Stadtratsitzung für weitere Lose der Schulsanierung die Aufträge verteilt. Diese betreffen Trockenbau-, Fliesenleger-, Bodenbelags-, Maler-, Sanitär- sowie Elektroinstallationsarbeiten und haben insgesamt einen Wert von knapp 1,4 Millionen Euro. Den Zuschlag für die Bodenbelagarbeiten im Wert von knapp 230 000 Euro erhielt der Fußboden- und Hausmeisterservice von Mike Wedel aus Hartha. 

„Obwohl es sich um eine Ein-Mann-Firma handelt, ist sie dennoch in der Lage, den Auftrag auszuführen. Zumal die Klassenzimmer nicht gleichzeitig mit Fußboden ausgelegt werden“, erklärte Bauamtsleiter Fischer. 

Auch für das Los Maler- und Tapezierarbeiten hatten zwei Harthaer Firmen ihre Angebote abgegeben. „Eines davon konnte jedoch wegen fehlender Unterlagen nicht gewertet werden. Die andere Firma liegt mit 7 000 Euro über dem wirtschaftlichsten Angebot“, sagte Fischer. So ging der Auftrag für über 182 000 Euro an den Malerbetrieb Wulf Mothes. 

Toiletten kommen später dran

Eine längere Diskussion gab es beim Auftrag Heizung, Lüftung, Sanitär, der für 160 000 Euro an die Firma Heizungstechnik Waldheim ging. Sind die sanitären Anlagen in der Schule Bestandteil des Auftrages?, fragte CDU-Fraktionsvorsitzender Christian Köhler. 

Bei diesem Los gehe es um die sanitären Anlagen im Kellerbereich und im Hort sowie um die Waschbecken in den Klassenzimmern, so Fischer. Mit welchen Kosten wäre zu rechnen, wenn die sanitären Einrichtungen berücksichtigt werden könnten?, fragte Köhler nach. 

Bei den bisherigen Arbeiten sei doch Geld eingespart worden, das man für diesen Zweck ausgeben könne. „Wir sanieren eine komplette Schule, sparen aber die Toiletten aus. Das verstehe ich nicht“, so Köhler. Das Thema sei bereits diskutiert worden, entgegnete Bürgermeister Ronald Kunze (parteilos).

Zunächst müssten jedoch die weiteren Ausschreibungen abgearbeitet werden. Zudem sei die Einrichtung der Schule und des Hortes zu finanzieren, für die es kein Fördergeld gebe.

 Bauamtsleiter Fischer ergänzte, dass auch die Außenfassade saniert sowie die Freianlagen und die Mauer fertiggestellt werden müssen. Köhler akzeptierte die Antwort, zeigte sich aber nicht zufrieden damit. Der Auftrag wurde mit zwei Enthaltungen bestätigt.

Die Schule wird in drei Abschnitten saniert. Zunächst stehen der Hort und der Brandschutz auf dem Plan. Später die Fassade, die Außenanlagen und die Mauer. Im dritten Abschnitt ist die Sanierung der Toilettenanlagen und des kleinen Schwimmbades vorgesehen. (DA/mit je)