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Weißwasser

Unternehmer entdecken Schülerfirma als Partner

Seit zwei Jahren gibt es die Stadtapp „Weisswasser(er)leben“ und eine Schülerfirma, die sie als Ideenschmiede mit gestaltet.

Unternehmer Sören Flint (2.v.l.) arbeitet mit der Schülerfirma in Weißwasser zusammen. Das bringt Vorteile und Herausforderungen für alle Beteiligten – und tolle Ergebnisse.
Unternehmer Sören Flint (2.v.l.) arbeitet mit der Schülerfirma in Weißwasser zusammen. Das bringt Vorteile und Herausforderungen für alle Beteiligten – und tolle Ergebnisse. © Sabine Larbig

Weißwasser. Sören Flint hat ein Patent-Produkt, das er noch bekannter machen will. Mit witzigen Ideen und über Kanäle, die selbst Jugendliche nutzen. „Mir schweben kurze, knuffige Spots für Social-Media-Kanäle vor. Könnt Ihr mir helfen? Natürlich gegen Bezahlung“, sagte er, als er kürzlich bei der Schülerfirma war, die 2019 und 2020 für ihr Projekt „Ideenschmiede Stadtapp Junior“ jeweils 5.000 Euro aus dem sächsischen Mitfachfonds bekamen.

Mit dem Geld aus dem Vorjahr haben sie bereits die unter Regie von Stadtwerken und Station Junger Techniker und mit Unterstützung vieler Partner ins Leben gerufene Stadtapp aufgepeppt. Optisch und inhaltlich. So finden sich auf der kostenlosen App, die inzwischen weit über 6.300 Leute nutzen, bereits Rubriken wie Freizeittipps, Gewinnspiele, Kochrezepte für Jugendliche, Treffpunkte und mehr.

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Nun, mit dem neuen Mitmachfonds-Geld, sollen weitere Rubriken, Menüs und ein neues Design entstehen. Gemäß der Idee: Von Jugendlichen für Jugendliche! Derzeit im Aufbau sind beispielsweise Karriere-Angebote. Hierfür suchte die Schülerfirma enge Kontakte zur regionalen Wirtschaft, um Angebote für Praktika-, Ausbildungs-, Ferienjob-, Freiwilligendienst-Plätze zu finden, zu sammeln, veröffentlichen und stetig aktualisieren zu können. So hoffen sie auch dazu beitragen, dass junge Leute in der Heimat bleiben.

Weil aber selbst eine Schülerfirma wirtschaftlich arbeiten muss und nicht nur von Preisgeldern – die zwar für die technische Betreuung und Programmierung durch Experten, für Raum-, Fahrt- oder Portokosten sowie ein Grundbudget für das Fortbestehen der Firma vorteilhaft sind – bestehen kann, ist man auch für die Entwicklung einer Crowdfunding-Plattform per App sowie Aufträge aus der Wirtschaft offen.

Im Fall von Sören Flint bot das erstmals die Chance, „an ernstzunehmendem Business“ teilzunehmen. Das nutzten die elf Mitstreiter. Acht verschiedene Miniclips fertigten sie eigenständig an, die auf unterschiedlichen sozialen Medienkanälen verbreitbar sind. Selbst die evangelische Kirche in Weißwasser wurde auf die Schülerfirma aufmerksam. Mit ihr plant Pfarrer Zinkernagel nun eine Art Kirchenrubrik – mit dem Fokus „Jugend“ – auf der App zu installieren. Der Wunsch stieß, so Schülerfirma-Betreuer Bernd Frommel von der Station, auf „offene Ohren“. Der Start sei bereits im September geplant – mit kleinem, aber thematisch passenden Video-Clip.

Damit die bislang sehr erfolgreiche Schülerfirma sowie ihre Aktivitäten und Ideen für die Stadtapp weiter bestehen bleiben, werden nun neue Mitstreiter gesucht. Denn viele der bisher ehrenamtlich Mitwirkenden von den Oberschulen Weißwasser und Schleife und dem Gymnasium haben inzwischen die Schule beendet und durch Ausbildung oder Studium kaum noch Zeit für die Mitarbeit in der Firma.

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