merken

Geld und Recht

Unternehmertum in Sachsen: Alte Hasen und junge Gründer

Dipl.-Ing. Rainer Gläß ist „Sachsens Unternehmer des Jahr 2018“. 

Abbildung 1: Alle Jahre wieder bewerben sich die Unternehmer in Sachsen darum, "Sachsens Unternehmer des Jahres" zu werden. Wer einen Blick in die Unternehmerprofile wirft, merkt: Oft handelt es sich um etablierte Betriebe mit innovativen Ideen. Das Penda © pixabay.com © rawpixel (CC0 Public Domain)

Er gehörte zum Kreis jener, die sich zwischen dem 30. November 2018 und dem 8. Februar 2019 beim gleichnamigen Wettbewerb beworben haben. Er wird am 10. Mai 2019 die Bronzefigur „Die Träumende“ als Auszeichnung erhalten. Die feierliche Preisverleihung wird in Dresden stattfinden. Gläß folgt damit einer Reihe von Unternehmern, die alle ein Ansatz eint: Sie konnten mit Mut, Engagement und Kreativität die Wirtschaftskraft des Bundeslandes Sachsen demonstrieren. 

Aus diesen Gründen erhielt Gäß die Auszeichnung

Ausgezeichnet wurde Gäß mitunter für die wirtschaftliche Leistung seines Betriebs, der GK Software SE, die bereits seit 1990 besteht. Die Liste an Meilensteinen ist lang: Erfolgreiche Akquisitionen, ein gutes Krisenmanagement und eine sehr hohe Bonität hielt die Jury dem Unternehmer zugute. Darüber hinaus unterstrich sie die Förderung der Start-Up-Kultur und seine Sponsoring-Aktivitäten.

Vor Gäß erhielten diese Unternehmer die Auszeichnung

- 2017: Maximilian und Werner Deharde (Lausitzer Früchteverarbeitung GmbH)

- 2016: Dr. Christian, Dr. Stefan, Alexander Jakschik (ULT AG)

- 2015: Jörn und Daniel Meyer (Meyer Drehtechnik GmbH)

- 2014: Katja Hillenbrand (micas AG)

- 2013: Karl Schwald (Elaskon Sachsen GmbH & Co. KG)

- 2012: 3D-Micromac (Tino Petsch)

- 2011: Dr. Wolfgang Groß (fit GmbH)

- 2010: Profi. Dr. Silvia Roth (Roth & Rau AG)

- 2009: Thomas Herrmann (Entiretec AG)

- 2008: Konrad Havlat (Präzision-, Werkzeug- und Formbau Havlat GmbH)

- 2007: Franz Ellerhold (Ellerhold AG)

- 2006: Dr. Werner J. Maiwald (BuS Elektronik GmbH & Co. KG)

Wer hinter die Kulissen der Preisträger sieht, merkt schnell: Sie alle stehen für Unternehmen mit Visionen und spielen mit im Orchester der sächsischen Zukunftsmusik.

Abbildung 2: Leipzig ist ein beliebtes Pflaster für Gründer. Namhafte Gründer wie die von Lecturio, Food.de und VicoSensMedical haben ihre Unternehmensidee von Leipzig aus gestartet. © pixabay.com © schaerfsystem (CC0 Public Domain)

Auch die Startup-Branche steht in Sachsen nicht still

Neben den namhaften, etablierten Unternehmen, die durch Weiterentwicklungsbestrebungen die Wirtschaft Sachsen stärken, stehen sie für den frischen Wind: die Startups. Welche Namen dieser Wind des Unternehmergeistes durch Leipzig bläst, zeigt diese kleine Auswahl an erfolgreichen Startups:

Data Virtuality und seine Gründer Philipp Hackländer, Alex Klebeck und Nick Golovin sorgen für die automatisierte Verbindung von Unternehmensdaten. Food.de geht auf die Kappe von Karsten Schaal und Christian Fickert. Sie betreiben diesen Online-Supermarkt. Futalis sorgt dafür, dass der von Menschen so geliebte Vierbeiner auf ihn abgestimmtes Futter bekommt. Janes Potthoff und Christan Hetke starteten mit dieser Idee nach ihrem Studium durch. Lecturio, die Kombination aus Onlinekurs, Lernvideo und Quiz, wurde einst von Martin Schlichte gegründet. Merolt ist die Antwort von Christian Dominka, Jörg Frohberg und Alexandra Hucke auf HRS. Es fungiert als Hotelbuchungsplattform für Unternehmer und Geschäftsreisende.

Rhebo, das Werk von Martin Menschner und Klaus Mochalski, überwacht Steuernetze, um teure Ausfälle zu verhindern oder zu verkürzen. SkillCert ist das Baby von Yvonne Dietze. Die Software soll Mitarbeiter samt Profilen, Know-how und Kompetenzen vorhalten und damit auch gezielt Zertifizierungen und Weiterbildungen zum Einsatz bringen. VivoSensMedical ist sogar preisgekrönt. Es gewann das EXIST Gründerstipendium und den Bitkom-Innovators Pitch. Hinter dem OvulaRing stecken Holger Runkewitz, Sebastian Alexander und Prof. Henry Alexander. Webdata Solutions stammt aus der Feder von Sabine Maßmann, Hanna Köpcke und Carina Röllig und hat sich die Wettbewerbsüberwachung auf die Fahne geschrieben. Weitere Gründer aus Leipzig lassen sich hier nachlesen.

Auch wenn die bis dato genannten jungen Unternehmer schon aus den Gründerschuhen entwachsen sind, gibt es in der Region durchaus Nachahmer: Erst in jüngster Vergangenheit verkündete Gründer Michael Balla, dass er ein Sicherheitsunternehmen gründen wird. Unternehmerin Franziska Seitz hingegen kehrt Ostritz den Rücken und wird ihr Kinderwarengeschäft künftig in Görlitz betreiben. 

Das macht die Gründer-Generation von morgen aus

Hört man ganz genau darauf, was die Investoren beispielsweise in der VOX-Serie „Die Höhle der Löwen“ sich von ihren Gründern wünschen, dann ist es vor allem die Mischung

- aus Gründergeist, also dem Ansatz und dem Engagement des Gründers selbst,

- einem einzigartigen und qualitativ hochwertigen Produkt, das ein Problem löst,

- sowie betriebswirtschaftliches Know-how, um das Unternehmertum auch wirtschaftlich erfolgreich machen zu können.

Auch wenn nur bei wenigen Pitches die Fragen ganz in die Tiefe gehen und damit auch Unternehmensstrukturen und Prozesse beleuchten, zeigt sich doch beim Blick in die Gründerküchen: Wer frühzeitig auf IT-Unterstützung setzt, stellt den Betrieb auf solide Beine.

Ob das Unternehmen auf die IT-Unterstützung der ERP-Riesen SAGE, deltra Business Software, SAP Oracle, Scopevisio, myfactory, weclapp, Microsoft, Infor, Lexbizz oder DATEV setzt oder alternativ (zum Üben oder um Kosten zu sparen) mit Open-Source-ERP von ADempire, Odoo, Apache OFBiz, OpenZ oder WebERP dem Betrieb einen IT-Rahmen verpasst, ist von Unternehmen zu Unternehmen unterschiedlich. Die Grundlage ist bei jedem ERP-System gleich: Es soll die Unternehmensbereiche Werkstoffe/Material, Kapital/Finanzen, Betriebsmittel, Personal und Arbeit bündeln und zentral im System abbilden. 

*Dieser Inhalt wurde von einem externen Partner zur Verfügung gestellt.