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Unterschriften-Aktion für bettelnde Kinder

Eine neue Polizeiverordnung sieht das Verbot vor. Die Treberhilfe will das verhindern – und hat schon prominente Unterstützer.

© Symbolfoto: dpa

Bettelnde Kinder sind auch auf Dresdens Straßen zu sehen. Noch in diesem Jahr soll ihnen das Geldsammeln in der Öffentlichkeit verboten werden. Die neue Polizeiverordnung ist allerdings umstritten. So will die Treberhilfe verhindern, dass der Stadtrat im November das Bettelverbot beschließt. Der Verein, der sich mit Streetworkern um Arme kümmert, hat am Dienstag eine Petition gestartet.

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„Die Polizeiverordnung ist ein weiterer Schritt, soziale Ungleichheit mit einem Verbot zu begegnen“, sagte Treberhilfe-Chef Dieter Wolfer am Mittwoch. Das Verbot dränge die Not in die Unsichtbarkeit. „Wir wollen die Armut bekämpfen und eben nicht die Armen.“

Unterschriften hat der Verein eigenen Angaben zufolge bereits vom Intendanten des Hellerauer Festspielhauses, Dieter Jaenicke, sowie von Vertretern der Kirchen und Hochschulen gesammelt. Bis zum Mittwochnachmittag hatten im Internet gut 40 Menschen unterzeichnet.

Wird das Verbot beschlossen, und Kinder betteln trotzdem, drohen den Familien Bußgelder bis zu 1 000 Euro. In Berlin wird es bereits so gehandhabt. (SZ/sr)