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Unterschriften für ehemaliges Operettenhaus

Nach dem Auszug der Operette ist ein Abriss des Leubener Gebäudes nicht ausgeschlossen. Eine Petition will das verhindern.

© Christian Juppe

Von Nora Domschke

Was wird aus der ehemaligen Staatsoperette an der Pirnaer Landstraße? Seit mehr als einem Jahr steht das Gebäude leer, Mitte 2016 waren das Theater und die Werkstätten an ihre neuen Standorte umgezogen: die Schauspieler, Dramaturgen und Musiker ins sanierte Kraftwerk Mitte, die Bühnenbildner und anderen Handwerker samt Maschinen und Requisiten in eine Halle an die Meißner Landstraße.

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Seitdem gab es viele verschiedene Ideen für das Hauptgebäude, das ursprünglich ein Gasthof war und in dem – nach einigen Umbauten – 1947 das Apollo-Theater eröffnet worden war. Seit mehr als einem Jahr steht das Haus mit der rosafarbenen Fassade nun leer; Untersuchungen der Stadtverwaltung, wie das Gebäude künftig genutzt werden soll, blieben bislang ohne Ergebnis.

In einem Antrag aus dem Jahr 2016 fordert die CDU-Fraktion, das Gebäude an einen Investor mit einem passenden Konzept zu verkaufen. Eine Entscheidung des Stadtrates darüber wird seit Monaten vertagt, zuletzt erneut in der Sitzung am 25. Januar 2018. Auch SPD, Linke und FDP befassen sich regelmäßig mit der Zukunft des Traditionshauses, veranstalteten unter anderem Bürgerversammlungen, um mit den Dresdnern über deren Wünsche in Bezug auf das Gebäude zu sprechen. Einig sind sich die Fraktionen darin, das Haus zu erhalten. Als eine Option kristallisierte sich die Nutzung als Schule heraus. Für ein Gymnasium ist der Standort offenbar zu klein, eine Grundschule hätte wohl Platz. Außerdem war ein Umbau in Wohnungen im Gespräch. Allerdings ist auch ein kompletter Abriss nicht vom Tisch.

Um das zu verhindern, starten die CDU-Ortsverbände in Zschachwitz, Leuben und Laubegast nun eine Petition und sammeln Unterschriften von den Dresdnern. „Auch wenn die Baulichkeiten nicht den formalen Anforderungen an den Denkmalschutz entsprechen, so hat dieses Gebäude doch eine bemerkenswerte Geschichte zu erzählen und soll für den Stadtteil erhalten bleiben“, fordert CDU-Ortsbeirat Tobias Kittlick. Unabhängig von der weiteren Entwicklung des Areals solle mit der Petition ein deutliches Zeichen gesetzt werden, ergänzt Ortsbeirätin Katrin Hoogestraat. Unterschriftenlisten liegen in den Geschäften des Stadtteils aus sowie im Bürgerbüro des CDU-Landtagsabgeordneten Christian Piwarz in der Pirnaer Landstraße 202.

Online-Petition