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Unterstützung für Demenz-Projekt

Der ASB Neustadt will Angehörige schulen und Tabus abbauen. Dafür gibt es jetzt Fördermittel.

© Symbolfoto: dpa

Von Nancy Riegel

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Fußballprofi - ein Traum, der immer mit auf den Rasen läuft, wenn die Jüngsten zum Training oder Punktspiel antreten. Aber genügt dafür allein Talent? 

Was braucht es, um eine Kommune „demenzfreundlich“ zu gestalten? Aufklärung über die Krankheit, und zwar nicht nur unter Angehörigen, sondern untern allen Bürgern. Der ASB-Ortsverband Neustadt will dieses Ziel mit dem Projekt Besik voranbringen. Es steht für Bilden, Erschließen, Sensibilisieren, Informieren und Kompetenzen vermitteln – im Bezug auf das Thema Demenz. Dank einer Förderung in Höhe von 117 600 Euro aus dem Leader-Programm kann der ASB das Programm in den kommenden Jahren fortführen.

Den Fördermittelbescheid konnte Geschäftsführer Alexander Penther vergangene Woche von Landrat Michael Geisler (CDU) entgegennehmen. Das Konzept für Besik aber steht schon länger und steht unter der Leitung von Sarah-Anna Denzig. Sie ist Diplom-Gerontologin, also eine Alterswissenschaftlerin, und schätzt ein, dass rund 6 000 Menschen im Landkreis demenzkrank sind. „Und die Zahl wird sich durch den demografischen Wandel noch erhöhen.“

Durch das Besik-Projekt sollen Brücken zwischen Erkrankten und ihren Mitmenschen gebaut werden. Hierzu werden Schulungen organisiert und durchgeführt. Schon Kinder und Jugendliche sollen für das Thema sensibilisiert werden. Nicht nur, weil die Großeltern oder Eltern eines Tages erkranken könnten, sondern auch, damit sie wissen, wie sie reagieren müssen, wenn beispielsweise eine demente Seniorin orientierungslos durch die Stadt irrt. Allgemein möchte der ASB erreichen, dass die Krankheit mit weniger Angst und Scham besetzt ist. Die Umsetzung des Projektes ist auf 33 Monate ausgelegt.