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Urkunde zur Entwicklung der Metallurgie als Wissenschaft entdeckt

Die TU Bergakademie Freiberg hat nach Jahrzehnten eines der wertvollsten Dokumente ihrer Geschichte zurück. Es tauchte in einem Nachlass auf.

Freiberg. Die TU Bergakademie Freiberg hat nach Jahrzehnten eines der wertvollsten Dokumente ihrer Geschichte zurück. Die über 200 Jahre alte, lange verschollene Akte dokumentiere die Entwicklung der metallurgischen Chemie als Wissenschaft in Deutschland und wurde in einem Nachlass entdeckt. Sie könne helfen, die Anfänge der Disziplinen Metallurgie und Chemie/Hüttenwesen zu erforschen und damit die DNA der Bergakademie zu entschlüsseln, sagte Kanzler Andreas Handschuh am Donnerstag bei der Übergabe an das Archiv der Universität. Er sprach von einem „Glücksfall“ und verspäteten Geschenk zum 250. Gründungsjubiläum der Bergakademie, das im Vorjahr gefeiert wurde. Der Erbe will anonym bleiben.

Der in der Akte zur Einrichtung der Professur „Metallurgische Chemie“ enthaltene Schriftwechsel gibt detailliert Einblick in Wissenschaft und Bildungspolitik im 18. Jahrhundert. Das Universitätsarchiv gewinne damit eine einmalige Fülle handschriftlicher Dokumente der beiden bedeutendsten deutschen Wissenschaftler in Metallurgie und Chemie/Hüttenwesen der damaligen Zeit: Christlieb Ehregott Gellert (1713-1795) und Abraham Gottlob Werner (1749-1817). Das beschädigte Dokument soll restauriert, verfilmt und nutzbar gemacht werden. Es war seit 1962 im Bestandsverzeichnis als Verlust ausgewiesen - wie zwei weitere Gründungsakten der wichtigsten Lehrgebiete. (dpa)

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