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Die sieben Urlaubstrends für das Jahr 2019

Die Reisemesse ITB zeigt, wo es die Deutschen hinzieht. Vor allem Flug- und Kreuzfahrtreisen werden beliebter. Aber auch Sachsen bietet Neues.

© imago/PhotoAlto

Dieses Wochenende können sich Besucher auf der Tourismusmesse ITB in Berlin umschauen. Etwa 10.000 Aussteller aus 181 Ländern und Regionen sind vertreten. Das sind die Trends:

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Mallorca bleibt eines der beliebtesten Reiseziele der Deutschen. © dpa/Julian Stratenschulte

1. Deutschland ist in Urlaubsstimmung

2018 haben einer Studie der Forschungsgemeinschaft Urlaub und Reisen zufolge 55 Millionen Bundesbürger mindestens eine Urlaubsreise unternommen – so viele wie noch nie. Für mehr als 71 Prozent der Deutschen habe schon im Januar festgestanden, dass sie 2019 sicher oder wahrscheinlich eine Urlaubsreise unternehmen werden. Oben auf der Beliebtheitsskala stand dabei Urlaub im eigenen Land – mit Mecklenburg-Vorpommern an der Spitze im Länderranking. Lieblingsreiseziele Nummer eins im Ausland blieb Spanien. Die Türkei wird wieder beliebter.

Das neue Bauhaus-Museum in Weimar soll am 5. April 2019 eröffnet werden, 100 Jahre nach der Gründung des Bauhauses in Weimar.  © dpa/Martin Schutt

2. Sachsen feiert das Bauhaus

Anlässlich des 100. Bauhaus-Geburtstages gibt es für Besucher in Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen viel Neues zu sehen. In Sachsen zeigt etwa das Grassimuseum in Leipzig die Schau „Bauhaus Sachsen“. In Weimar, wo die gleichnamige Kunstschule 1919 gegründet wurde, wird am 6. April ein neues Bauhaus-Museum mit über 13.000 Objekten eröffnet. Am gleichen Tag öffnet im Neuen Museum Weimar die Ausstellung „Van de Velde, Nietzsche und die Moderne um 1900“ mit internationalen Werken des Realismus, des Impressionismus und des Jugendstils. Die BauhausCard erlaubt den Zugang zu beiden Museen und 70 weiteren Einrichtungen in ganz Thüringen binnen zweier Tage.

Ein weiteres neues Museum zum Thema erwartet ab 8. September die Besucher in Dessau. Die Sammlung mit circa 40.000 Exponaten ist die zweitgrößte der Welt. Deutschlandweit gibt es über das Jahr verteilt mehr als 900 Ausstellungen und Veranstaltungen. Eine Übersicht findet sich auf der Website www.bauhaus100.de.

Zudem bereitet sich Sachsen mit 53 authentischen Orten auf das Jubiläum 500 Jahre Industriekultur 2020 vor.

© dpa/Mohssen Assanimoghaddam

3. Ab auf die Weltmeere

Deutschland bleibt die Kreuzfahrtnation Nummer eins in Europa: 2,26 Millionen deutsche Passagiere waren 2018 auf den Weltmeeren unterwegs – so viele wie nie zuvor. Nordeuropa ist mit 28 Prozent aller Reisen das beliebteste Ziel, gefolgt vom westlichen Mittelmeer (24 Prozent), den Kanarischen Inseln (11 Prozent), der Karibik (10 Prozent), dem östlichen Mittelmeer (9 Prozent) und der Ostsee (5 Prozent). Im Schnitt verbrachten die Deutschen neun Tage auf dem Schiff, das Durchschnittsalter sank leicht auf 49 Jahre.

Die Reedereien wollen ihren CO2-Ausstoß bis 2030 um 40 Prozent im Vergleich zu 2008 senken, vor allem durch Schiffe mit Flüssiggasantrieb. 25 weltweit sollen es bis 2027 sein. Zudem verfügten 111 von derzeit 253 Schiffen über Abgasnachbehandlungssysteme. Weitere werden umgerüstet oder es sind Umrüstungen geplant.

Flusskreuzfahrt auf der Donau - hier Budapest - werden immer beliebter. © dpa/Andrea Warnecke

4. Flusskreuzfahrten werden luxuriöser

Auch bei den Flusskreuzfahrten gibt es neue Höchststände: Rund 496.000 Urlauber aus Deutschland entschieden sich 2018 dafür. Ein Plus von 5,5 Prozent zum Vorjahr – trotz extremen Niedrigwassers. Am beliebtesten ist der Rhein (35,9 Prozent), knapp gefolgt von der Donau (35,2 Prozent), während alle außereuropäischen Fahrtgebieten zum Teil stark verloren – vor allem der Nil. Fast jeder dritte Flusskreuzfahrer ist zwischen 66 und 75 Jahren alt. Der Trend geht zum Premium- und Luxussegment.

Der Weser-Radweg ist zu Deutschlands beliebtestem Radweg gewählt worden. © dpa

5. Beliebtester Radweg ist an der Weser

Der Weser-Radweg hat den Elberadweg als beliebteste Route für Fahrrad-Urlaub in Deutschland abgelöst. „Die Betreiber haben viel in die Wegequalität investiert, den Streckenverlauf optimiert und ihr Produkt intensiv vermarktet“, sagte ADFC-Tourismusexpertin Louise Böhler. Auf den Rängen folgen Elbe- und Ruhrtal-Radweg, Donau-, Bodensee und Main-Radweg. Die Zahl der Radtouristen stieg auf 5,5, Millionen – ein Plus von 27 Prozent. Dabei hat sich der Trend zum Elektrofahrrad fortgesetzt: Rund ein Viertel war mit einem E-Bike unterwegs. Neben den mehrtägigen Radreisen gab es im Jahr 2018 laut Studie des ADFC 258 Millionen Tagesausflüge mit dem Zweirad. 64 Prozent aller Radreisenden sind Männer, der Altersdurchschnitt liegt bei 52 Jahren. 88 Prozent der Radreisenden sind individuell unterwegs.

Unterwegs im Skicircus Saalbach - das Gebiet rückt zum Winter 2019/20 mit der Schmittenhöhe in Zell am See näher zusammen.  © Mirja Geh/Saalbach.com/dpa-tmn

6. Skigebiete werden immer größer

In der Alpenregion Zell am See-Kaprun schließen sich zur Wintersaison 2019/20 mehrere Skigebiete zusammen. Mit dem „zellamseeXpress“ bekommt das Skigebiet Schmittenhöhe in Zell am See am 7. Dezember eine Verbindung ins Glemmtal. Und die Seilbahn „3K K-onnection“ sorgt vom 30. November an dafür, dass Skifahrer von Kaprun über den Maiskogel zum Gletscher am Kitzsteinhorn gelangen. Mit der Wintersaison bieten das Kitzsteinhorn, die Schmittenhöhe und der Skicircus die Alpin Card, die 419 Pistenkilometer erschließt.

Der Flughafen in Dresden. © Robert Michael

7. Anteil der Flugreisen steigt

Das Flugzeug hat für den Weg in den Urlaub weiter an Bedeutung gewonnen. Der Anteil der Flugreisen an allen Urlaubsreisen habe im Jahr 2018 bei 41 Prozent gelegen, 2010 waren es noch 37 Prozent. Zu diesem Ergebnis kommt die Reiseanalyse der Forschungsgemeinschaft Urlaub und Reisen. Berücksichtigt wurden Urlaubsreisen ab fünf Tagen Dauer. Von den 24 größten Verkehrsflughäfen in Deutschland traten 2018 rund 122,6 Millionen Passagiere eine Flugreise an, ein neuer Höchstwert seit Beginn der Aufzeichnungen. Pro Kalendertag starteten damit durchschnittlich knapp 336 000 Passagiere eine Flugreise. Reiseveranstalter und Airlines rechnen damit, dass es auch in diesem Sommer zu Ausfällen und Verspätungen kommt. (rnw/dpa)