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US-Kampfjets über dem Irak

Die US-Luftwaffe hat nach Informationen des TV-Senders Fox News Überwachungsflüge über dem Irak begonnen.

© dpa

Washington/Bagdad. F18-Kampfjets der US-Luftwaffe haben nach Informationen des TV-Senders Fox News Überwachungsflüge über dem Irak begonnen. Sie würden vom Flugzeugträger „George H.W. Bush“ im Persischen Golf starten, bestätigten namentlich nicht genannte Regierungsbeamte dem Sender.

Binnen kurzer Zeit haben die Kämpfer der Isis große Teile Iraks unter ihrer Kontrolle gebracht.
Binnen kurzer Zeit haben die Kämpfer der Isis große Teile Iraks unter ihrer Kontrolle gebracht. © dpa-infografik

Präsident Barack Obama hatte „bemannte und unbemannte“ Aufklärungsflüge zuvor gebilligt. Die Kampfjets des Typs F-18 sind allerdings keine üblichen Aufklärer, sondern vor allem für Luftangriffe vorgesehen. „Es geht weniger darum zu sehen, als gesehen zu werden“, sagte ein Beamter dem Sender.

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US-Präsident Barack Obama will nach Informationen von CNN rund 100 Soldaten als Berater in den Irak schicken. Dem Bericht zufolge sollen die Spezialeinheiten irakische Sicherheitskräfte im Kampf gegen sunnitische Dschihadisten beraten. Außerdem sollen sie Hinweise über Standorte und Waffenlager der Isis-Kämpfer sammeln.

Laut CNN geht es um drei Eliteeinheiten: Army Rangers, die als Speerspitze der Kommandotruppen des Heeres gelten, Green Berets, die tief im feindlichen Hinterland Ziele für Angriffe lokalisieren können, und Navy Seals, die Spezialtruppe der US-Marine. Diese Kämpfer sind für Einsätze unter härtesten Bedingungen ausgebildet.

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Obama hatte zuvor mehrfach betont, dass es „keine Soldatenstiefel auf dem Boden“ des Iraks geben werde, und einen Kampfeinsatz von Truppen im Irak damit ausgeschlossen. Selbst bei der Entsendung kleiner Elitetruppen besteht allerdings die Gefahr, dass diese in Kampfhandlungen verwickelt werden.

Für US-Angriffe aus der Luft ist die Lage im Irak nach Aussagen des Generalstabschefs Martin Dempsey noch zu unübersichtlich. Falls Obama sich für Luftangriffe entscheidet, könnten Spezialtruppen am Boden diese Attacken steuern. (dpa)