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Deutschland & Welt

US-Polizisten wegen Vertuschung entlassen

Vor fünf Jahren wurde der Afroamerikaner Laquan McDonald mit 16 Schüssen durch Polizisten getötet. Jetzt wurde vier Beamten deswegen gekündigt.

Der Tod von Laquan McDonald und die anschließende Veröffentlichung des Videos hatte zu Protesten geführt. © Tannen Maury/epa/dpa (Archiv)

Chicago. Knapp fünf Jahre nach tödlichen Polizeischüssen auf den Afroamerikaner Laquan McDonald hat die Polizei in Chicago vier Beamte in Verbindung mit dem Fall entlassen. Das Polizeipräsidium wirft ihnen Pflichtverletzung und Vertuschung vor, wie US-Medien am Donnerstag (Ortszeit) berichteten. Drei der Polizisten hätten die "angebliche Bedrohung", die der Schwarze dargestellt habe, in ihren Aussagen zu dem Vorfall übertrieben, hieß es. Damit hätten sie die Schüsse rechtfertigen und den Todesschützen decken wollen. Ihr Vorgesetzter habe die Aussagen anschließend nicht ausreichend überprüft.

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Der damals 17-jährige Afroamerikaner Laquan McDonald wurde im Oktober 2014 von 16 Polizeikugeln getroffen. Lediglich zwei trafen ihn im Stehen. Ein Polizist schoss weiter auf ihn, als McDonald schon am Boden lag. Nach einer ersten Darstellung seiner Kollegen war der Schwarze zuvor mit einem Messer auf ihn losgegangen - in einem 2015 veröffentlichten Video von der Tat ist zu sehen, dass er das eindeutig nicht tat.

Die Veröffentlichung des Videos hatte zu Protesten und der Entlassung von Polizeichef Garry McCarthy geführt. Der Polizist Jason Van Dyke, der die tödlichen Schüsse abfeuerte, wurde im Oktober 2018 in einem spektakulären Prozess wegen Mordes im Dienst verurteilt. (dpa)

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