merken
Deutschland & Welt

"Dart"-Mission: Nasa-Sonde soll in Asteroiden krachen

Derzeit rast kein Asteroid auf die Erde zu. Aber wenn das einmal passieren sollte, wollen Experten vorbereitet sein. Deshalb schicken sie jetzt eine Sonde los.

Die SpaceX Falcon 9 Rakete startet mit dem Double Asteroid Redirection Test (DART) an Bord vom Space Launch Complex 4E auf der Vandenberg Space Force Base in Kalifornien.
Die SpaceX Falcon 9 Rakete startet mit dem Double Asteroid Redirection Test (DART) an Bord vom Space Launch Complex 4E auf der Vandenberg Space Force Base in Kalifornien. © Bill Ingalls/NASA/AP/dpa

Washington. Erstmals hat die US-Raumfahrtbehörde Nasa eine Sonde starten lassen, die absichtlich in einen Asteroiden krachen und dadurch dessen Flugbahn verändern soll. Das Fluggerät startete am Mittwochmorgen deutscher Zeit mithilfe einer "Falcon 9"-Rakete vom US-Bundesstaat Kalifornien aus. "Asteroid Dimorphos: Wir kriegen Dich", twitterte die Nasa kurz nach dem Start.

Kommenden Oktober soll die Sonde den Asteroiden Dimorphos treffen. Von der rund 330 Millionen Dollar (rund 290 Millionen Euro) teuren Mission "Dart" (Double Asteroid Redirection Test) erhofft sich die Nasa Erkenntnisse darüber, wie die Erde vor herannahenden Asteroiden geschützt werden könnte.

Anzeige
Hoffnung auf weiße Weihnachten?
Hoffnung auf weiße Weihnachten?

Ob mit oder ohne Schnee - sächsische.de bietet Tipps und Tricks für eine gemütliche Weihnachtszeit!

Dimorphos, eine Art Mond des Asteroiden Didymos mit einem Durchmesser von rund 160 Metern, stellt derzeit Berechnungen der Nasa zufolge keine Gefahr für die Erde dar - und die Mission ist so angelegt, dass der Asteroid auch nach dem Aufprall der Sonde, die nur eine Kamera an Bord hat, keine Gefahr darstellen soll. Nach dem Aufprall soll die rund zwölfstündige Umlaufbahn von Dimorphos um mindestens 73 Sekunden und möglicherweise bis zu zehn Minuten kürzer dauern. 2024 soll die Esa-Mission "Hera" starten, um die Auswirkungen des Aufpralls genauer zu untersuchen.

Derzeit wissen Wissenschaftler von keinem Asteroiden, der in absehbarer Zeit direkt auf die Erde zurasen könnte - aber Forscher haben rund 27.000 Asteroiden in der Nähe unseres Planeten identifiziert, davon rund 10.000 mit einem Durchmesser von mehr als 140 Metern. (dpa)

Eine grafische Darstellung zeigt, die Mission "Dart", mit der eine Sonde absichtlich in einen Asteroiden gesteuert wird. Abgebildet ist der Asteroid Didymos (r) mit seinem Kleinstmond Dimorphos (M). Links fliegt die Nasa-Sonde, darunter ist die Erde zu se
Eine grafische Darstellung zeigt, die Mission "Dart", mit der eine Sonde absichtlich in einen Asteroiden gesteuert wird. Abgebildet ist der Asteroid Didymos (r) mit seinem Kleinstmond Dimorphos (M). Links fliegt die Nasa-Sonde, darunter ist die Erde zu se © Gribbsp1/NASA/Johns Hopkins Applied Physics Lab/dp

Mehr zum Thema Deutschland & Welt