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Deutschland & Welt

Puma streift durch San Francisco

Eigentlich sind Pumas scheu, doch jetzt wurde ein Berglöwe in den Straßen von San Francisco gesichtet. Nach zwei Tagen konnte er gefangen werden.

Der schließlich eingefangene Puma in der Tierklinik des Zoos von Oakland.
Der schließlich eingefangene Puma in der Tierklinik des Zoos von Oakland. © Oakland Zoo/dpa

San Francisco. Ein ausgewachsener Puma ist nach einem zweitägigen Streifzug durch die Straßen von San Francisco von Wildhütern geschnappt worden. Die Raubkatze sei in der Nacht zum Donnerstag in dem Stadtviertel Bernal Heights in einem Baum gesichtet und mit einem Betäubungspfeil ruhiggestellt worden, teilte die Tierschutzbehörde mit. Das gut 45 Kilogramm schwere zweijährige Männchen wurde in den Zoo von Oakland gebracht.

Dr. Alex Herman, Vizepräsident des Veterinärdienstes, bei der Untersuchung von "Mr. Handsome".
Dr. Alex Herman, Vizepräsident des Veterinärdienstes, bei der Untersuchung von "Mr. Handsome". © Oakland Zoo/dpa

"Er ist prachtvoll, sehr gesund und gut ernährt", teilte die Veterinärin Dr. Alex Herman nach einer Untersuchung des betäubten Pumas am Donnerstag mit. Der Berglöwe mit dem Spitznamen "Mr. Handsome" (Schönling) wurde mit einem Mikrochip gekennzeichnet und anschließend in einem Wildnisgebiet im Bezirk Santa Clara südlich von San Francisco ausgesetzt.

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In Kalifornien werden Pumas mitunter in Randzonen von Ortschaften gesichtet, nur gelegentlich dringen sie in Stadtgebiete ein. Die Raubkatzen gelten als scheu, Angriffe auf Menschen sind selten.

Der Berglöwe wurde in der Tierklinik des Zoos von Oakland vorübergehend versorgt und gründlich untersucht, bevor er freigelassen wurde.
Der Berglöwe wurde in der Tierklinik des Zoos von Oakland vorübergehend versorgt und gründlich untersucht, bevor er freigelassen wurde. © Oakland Zoo/dpa

Nach Schätzungen der Mountain Lion Foundation (MLF), einer gemeinnützigen Organisation zum Schutz der Berglöwen, gibt es in den USA rund 30.000 Pumas, die meisten davon in westlichen Bundesstaaten, sowie wenige Hundert in Florida. Als einzige Staaten haben Kalifornien und Florida ein Jagdverbot erlassen. Wilderei, Kollisionen mit Autos, vergiftete Beute und die Zerstörung ihres Lebensraums haben den Bestand dezimiert. (dpa)

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