merken
Deutschland & Welt

Trump baut sich selbst so etwas wie Twitter

Die großen Social-Media-Dienste haben Donald Trump verbannt. Nun will der Ex-US-Präsident über eine eigene Plattform mit seinen Anhängern kommunizieren.

Nach dem Sturm seiner Anhänger auf das Kapitol hat Donald Trump den Zugang zu großen Online-Plattformen verloren.
Nach dem Sturm seiner Anhänger auf das Kapitol hat Donald Trump den Zugang zu großen Online-Plattformen verloren. © Evan Vucci/AP/dpa (Archiv)

Der von großen Online-Plattformen verbannte Ex-Präsident Donald Trump will mit seinen Anhängern jetzt über seine eigene Website kommunizieren. Der am Dienstag gestartete Blog-Bereich erinnert äußerlich an Twitter - wo es aber nur Beiträge von Trump gibt. Zugleich könnten Trumps Anhänger Äußerungen des ehemaligen US-Präsidenten sozusagen über eine Hintertür zu Twitter und Facebook tragen. Denn sie können jeden Kurzbeitrag mit wenigen Klicks als Zitat und Link bei den Online-Plattformen teilen. Unklar war zunächst, ob die Dienste das zulassen werden.

Trump war nach dem Sturm seiner Anhänger auf das Kapitol in Washington bei Twitter, Facebook und Googles Videoplattform Youtube ausgesperrt worden. Am Mittwoch hat Facebooks unabhängiges Aufsichtsgremium Oversight Board zudem verkündet, dass der Ex-Präsident weiter von der Plattform ausgeschlossen bleibt. Zugleich forderte Facebooks unabhängiges Aufsichtsgremium das Online-Netzwerk aber auf, binnen sechs Monaten den Sachverhalt noch einmal zu prüfen. Twitter betonte dagegen bereits, dass es für ihn keinen Weg zurück gebe. Youtube will sein Profil entsperren, wenn "das Risiko von Gewalt gesunken ist".

Bauen und Wohnen
Wohnen Sie noch oder bauen Sie schon?
Wohnen Sie noch oder bauen Sie schon?

Hier finden Sie alles, was Sie fürs Sanieren, Renovieren oder Bauen Ihrer eigenen vier Wände brauchen.

Weiterführende Artikel

Trump bei Facebook bis 2023 gesperrt

Trump bei Facebook bis 2023 gesperrt

Der Facebook-Account von Ex-US-Präsident Donald Trump bleibt vorerst suspendiert. Ein unabhängiges Gremium soll eine Prüfung vornehmen.

Trump scheitert mit eigenem Blog

Trump scheitert mit eigenem Blog

Nachdem ihn große Social-Media-Dienste gesperrt hatten, baute sich Donald Trump eine eigene Plattform. Doch wirklich erfolgreich läuft es dort auch nicht.

So hoch ist Trumps Gefängnis-Risiko

So hoch ist Trumps Gefängnis-Risiko

Steuerfragen, Schweigegeld – es braut sich was zusammen über Donald Trumps Kopf. Seine Immunität ist der Ex-Präsident los. Droht ihm jetzt eine Haftstrafe?

Trump empört sich über Ermittlungen

Trump empört sich über Ermittlungen

Die New Yorker Staatsanwaltschaft treibt Ermittlungen gegen Donald Trumps Immobilienunternehmen voran - sehr zum Missfallen des Ex-Präsidenten.

Nach der Verbannung von den Online-Diensten war Trump in den vergangenen Monaten darauf angewiesen, Stellungnahmen per E-Mail zu verschicken. Davor war der Twitter-Account mit mehr als 80 Millionen Abonnenten sein mit Abstand wichtigster Kommunikationskanal. Mehrfach war spekuliert worden, er könnte eine eigene Online-Plattform starten. In dem Blogbereich mit dem Titel "Vom Schreibtisch von Donald J. Trump" können seine Anhänger einzelne Beiträge wie bei Twitter mit einem "Like"-Herz versehen - und sich auch über neue Posts benachrichtigen lassen. (dpa)

Mehr zum Thema Deutschland & Welt